Urlaub auch für den Hund – In einer Tierpension

Wenn Sie eine Flugreise in den sonnigen Süden oder gar zu weit entfernten Traumzielen planen, sollten Hund, Katz & Co doch besser zu Hause bleiben. Da heißt es rechtzeitig für eine geeignete Unterbringung zu sorgen.

Hunde sind zwar am liebsten ständig bei „ihren“ Menschen – aber für einen zweiwöchigen Urlaub sollte man ihnen den Stress und die Strapazen eines mehrstündigen Aufenthalts allein im dunklen und lauten Frachtraum eines Flugzeugs nicht zumuten. Hier empfiehlt es sich, einen guten Pflegeplatz zu suchen.

Wenn aber weder daheim gebliebene Familienmitglieder noch gute Freunde, die das Tier schon kennt, Zeit für den geliebten Vierbeiner haben, muss eine gute Tierpension gefunden werden. Aber wie?

Am verlässlichsten sind hier immer noch Empfehlungen aufgrund von persönlichen Erfahrungen: Fragen Sie also andere Tierbesitzer, z.B. beim täglichen Spaziergang, Ihren Tierarzt oder jemanden beim örtlichen Tierschutzverein. Auch eine Recherche im Internet ermöglicht einen ersten Eindruck: Unter den Suchworten „Tierpensionen“ und „Österreich“ finden sich rund 250 Eintragungen.

Auch bei persönlichen Empfehlungen – die ja nicht immer auf aktuellen Erfahrungen beruhen müssen – sollten Sie die Pension selbst genau unter die Lupe nehmen und dabei die folgenden Kriterien überprüfen:

  • Ist die Unterbringung sauber und ordentlich?
  • Haben die einzelnen „Pensionäre“ ausreichend Platz, um sich zurückziehen zu können?
  • Sind Ihnen die Betreuer sympathisch?
  • Gehen sie liebevoll mit den Tieren um, können aber bei Bedarf auch „durchgreifen“?
  • Machen die Tiere einen zufriedenen, stressfreien Eindruck?
  • Erhalten Hund und Katz ausreichend Zuwendung und Streicheleinheiten?

So wie die Badehose in Ihren Koffer gehört, sollten Sie auch Ihrem Liebling für den „Hotelaufenthalt“ seine vertrauten Utensilien einpacken. Was Sie nicht vergessen sollten: Schlafkorb, Kissen und Decke, Näpfe, Spielzeug, Kamm und Bürste, Leine, Halsband und Beißkorb. Bereiten Sie auch eine genaue Fütterungsanleitung vor (wann, wie viel, wie oft) und einen entsprechenden Vorrat an Futter und Leckerlis. Das gleiche gilt natürlich für evtl. benötigte Medikamente und die Anweisung, wie sie zu verabreichen sind.
Erstellen Sie einen Merkzettel mit den Vorlieben und Gewohnheiten Ihres Tieres – Fütterungszeiten, Gassi-Geh-Zeiten, Fellpflege, Lieblingsspiele, Streichelvorlieben etc. Notieren Sie auch Verhaltenseigenheiten – ob sich das Tier vor etwas besonders fürchtet, ob es besonders freundlich ist oder eher menschenscheu etc.

Hinterlegen Sie den Impf- bzw. Gesundheitspass sowie eine Notfall-Liste mit Telefonnummern und Adressen: Ihre Urlaubsanschrift, Tierarzt, Tierspital (in Wien), evtl. Züchter oder Verwandte, an die sich der Betreuer gegebenenfalls wenden kann. Lassen Sie auch ein getragenes Kleidungsstück von sich da. So hat Ihr Hund – neben der liebevollen Betreuung durch das „Ersatzherrl“ oder „-frauerl“ – auch etwas von Ihnen mit dabei.

Um Ihnen die Auswahl etwas zu erleichtern, hat das IEMT (Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung) eine Liste mit Tierpensionen und Tiersittern in ganz Österreich zusammengestellt. Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig und enthält auch keine Beurteilung der Plätze. Die Angaben sind also ohne Gewähr – ein persönlicher Besuch vor der Buchung ist auf jeden Fall unbedingt anzuraten.

Quelle: IEMT

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Springe zur Werkzeugleiste