Auf der Suche nach dem immer tolleren Partner …

Es ist ein Faktum: Partnerbörsen im Internet haben die Suche nach Liebe genauso revolutioniert wie E-Bay die Schnäppchenjagd. Viele Nutzer lieben das bequeme Web-Dating, es gibt unzählige Erfolgsgeschichten – aber auch neue Gefahren, berichtet die Frauenzeitschrift PETRA.

Liebe als Konsumgut, Partnersuche mit Supermarkt-Mentalität: Wenn der eine nicht gefällt, nimmt man im Internet halt den nächsten, ganz nach dem sonst so kritisierten Prinzip „hire and fire“. Experten und Psychologen warnen jetzt eindringlich vor den Gefahren dieser Optimierungs-Sucht im Netz. Deren Opfer sind weibliche wie männliche Web-Junkies mit Augenringen, die, ständig gehetzt von der Option, dass sich hinter dem nächsten Kontakt-Profil vielleicht jemand noch Tolleres, noch Passenderes verbirgt, das restliche Leben vergessen und kaum noch Geduld für manchmal kompliziertere Begegnungen im „richtigen“ Leben aufbringen.

Der Journalist und Buchautor Sven Hillenkamp („Das Ende der Liebe“) nennt diese Phänomene „die Nachtseite der Freiheit“. Hillenkamp: „Es entsteht ein Klima, das die Eifersucht fördert. Wir vergleichen uns und den Partner ständig mit anderen, ahnen, dass er es umgekehrt genau so mit uns macht und haben oft Angst, nicht zu genügen“.

Stichwort Eifersucht: Immer mehr User von Freundschafts-Netzwerken wie Facebook und Xing kontrollieren akribisch, mit wem ihr realer Lebenspartner dort befreundet ist, wem er besonders oft und nett schreibt, wann er sich einloggt, was er über sich preisgibt, welche Seiten er aufruft oder welche Begriffe er googelt. „Digitale Eifersucht“ nennt sich das neue Problem – und auch dieses ernährt mittlerweile etliche Therapeuten.

Quelle: news aktuell

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