Hundekot-Sackerln in Wien : Kampagne gestartet

Prominent besetzter Auftakt zur groß angelegten Hundekampagne der Stadt Wien: Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergartens Schönbrunn und Vorsitzender der Wettbewerbs-Jury für die Hundekampagne, Thomas Schäfer-Elmayer, Österreichs Etikette- Experte Nummer Eins auch in Hunde-Fragen, Krone-Tierlady Maggie Entenfellner und Umweltstadträtin Ulli Sima stellten die ersten Wiesenstecker mit dem „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“-Hund im Rathauspark auf.

Seit Anfang Oktober bringen MitarbeiterInnen des Wiener Stadtgartenamts rund 1.500 dieser in zwei Größen (A4 und A3) verfügbaren Wiesenstecker bei beliebten „Tatorten“ in ganz Wien an: direkt in den Parks, in Blumenbeeten oder Grünstreifen entlang von Straßen.

„Das ist aber nur ein Teil der Kampagne der Stadt Wien, die die HundebesitzerInnen an ihre Verantwortung für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner erinnern soll“, erklärte Umweltstadträtin Sima, „mit einem umfassenden Medien-Mix wollen wir möglichst viele HundehalterInnen erreichen, auf die geltende Rechtslage hinweisen und ihnen vor allem die ganz einfache Lösung des Hundekot-Problems nahe bringen: In einem Sackerl verpackt ab damit in den nächsten Mistkübel.“ Sima betonte, dass die Hundekampagne der Stadt aber nicht gegen die HundehalterInnen gerichtet sei: „Die Stadt tut sehr viel für ein friedliches Miteinander, von der Einrichtung von Hundezonen bis hin zur Gratis-Abgabe von Hundesackerln. Die HundehalterInnen müssen jetzt aber ebenfalls ihren Beitrag leisten und dieses Angebot auch annehmen.“

In die gleiche Kerbe schlägt Tiergarten Schönbrunn-Direktor Pechlaner, der auch den Jury-Vorsitz bei der Auswahl des Kampagnen-Sujets geführt hatte: „Die Kluft zwischen Hunde- halterInnen und allen anderen WienerInnen soll mit der Kampagne nicht vertieft werden, es sollen die positiven Aspekte aufgezeigt werden. Hunde sind relativ schnell stubenrein – aber ihre BesitzerInnen müssen auch straßenrein sein.“ Für Umgangsformen- Profi und Hundebesitzer Elmayer ist klar: „Den Hundekot einfach liegen zu lassen ist rücksichts- und gedankenlos. Mindestens zwei Säckchen muss jeder Hundebesitzer einfach dabei haben. Das müssen auch die schwarzen Schafe unter den Hundehaltern lernen.“

Die Rechtslage ist übrigens eindeutig, eine Verunreinigung durch Hundekot kann durchaus teuer werden: So stehen laut Straßenverkehrsordnung auf das Liegenlassen von Hundekot (§92 Absatz 2 StVO) bis zu 72 Euro, zuständige Behörde ist die Polizei.

In den nächsten Wochen, aber auch darüber hinaus, wird der Jack-Russell-Terrier mit der „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“- Tafel im Maul in ganz Wien massiv präsent sein. Für Aufsehen und ein Umdenken sorgen soll das Sujet der Stadt Wien-Kampagne nicht nur auf den Wiesensteckern, sondern auch auf Plakaten, City-Lights,
in Inseraten in verschiedenen Medien, auf Freecards in zahlreichen Wiener Lokalen und auf ULF-Straßenbahnen. Darüber hinaus warten Kampagnen-Pickerl und A3-Plakate, aus denen man auch selbst Wiesenstecker basteln kann, auf alle Interessierten – ganz einfach zu bestellen bei der LeserInnen- Hotline wien.at unter der Telefonnummer 01/277 55.

Die Stadt Wien und ihre Bezirke haben allein in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam rund 460.000 Euro in das Aufstellen von „Sackerlspendern“ für den Hundekot investiert. Mittlerweile stehen 396 dieser Automaten über ganz Wien verteilt. Auch sie werden nun mit dem Kampagnenhund beklebt und mit einer eigenen Nummer versehen: Sollten die Sackerl einmal ausgehen – ein Anruf beim Misttelefon unter 01/546 48 und das Nennen der Automaten-Nummer genügt und schon wird umgehend für eine Neubefüllung gesorgt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Springe zur Werkzeugleiste