Kleine Aufmerksamkeiten fördern die Beziehung

Dankbarkeit, Wertschätzung und Liebe hängen zusammen

Mehr Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass zwischenmenschliche Beziehungen angekurbelt werden und mehr Romantik ins Leben kommt. Das wiederum führt zu einer Verbesserung der Paarbeziehung und macht damit das Leben leichter – und auch schöner. Solche Aufmerksamkeiten sind zudem die wichtigsten Stabilisatoren einer Partnerschaft, berichten Forscher der University of North Carolina im Fachmagazin Personal Relationships. Sie haben dazu mehr als 60 Paare untersucht.

Im täglichen Leben mit Stress und Ablenkung vergisst man allzu oft darauf, dem Liebsten genug Aufmerksamkeit zu schenken. Doch gerade diese Gesten sind es, die für die Stabilisierung einer Beziehung so wichtig sind. Gemeint sind nicht große Geschenke, sondern kleine Aufmerksamkeiten. „Jemand, der sich gegenüber seinem Partner dankbar zeigt und ihn dementsprechend liebevoll behandelt, tut auch sich selbst Gutes, denn das führt zu einer Steigerung des eigenen Wohlbefindens“, sagt Studien-Leitautorin Sara Algoe.

Positive Gefühle fördern Beziehung

„Diese Gefühle der Dankbarkeit und der Großzügigkeit sind wichtig für die Verfestigung unserer Beziehungen mit den Menschen, die wir gerne mögen.“ Das habe sowohl für denjenigen, dem diese Gefühle entgegengebracht werden als auch für den, der sie gibt Vorteile, erklärt die Wissenschaftlerin. Die Forscher haben als Probanden Paare genommen, deren Beziehung bereits gefestigt war und die einander gut verstanden. Sie haben dabei die tägliche Fluktuation in der Beziehungszufriedenheit für jeden einzelnen der Partner aufgezeichnet.

„Dankbarkeit, Wertschätzung und Liebe sind nahe miteinander verwandt. Wenn ich in Dankbarkeit schaue, schaue ich auch in Liebe. Das ist das Geheimnis“, meint Coach Christiane Deutsch (www.christianedeutsch.com). „Wenn sich jemand auf Wertschätzung ausrichtet, wird er mehr entdecken, was er wertschätzen kann“, meint die Expertin. In der Gegenwart von jemandem, der dankbar ist, falle es einem selbst auch leichter, Dankbarkeit zu empfinden. „Oftmals übernehmen wir vom Partner Gefühle und Stimmungen.“ Es wäre schön, wenn es positive sind.

Das Fehlende selbst einbringen

„Der Psychotherapeut Chuck Spezzano meint, dass, wenn einem in einer Beziehung etwas fehlt, man es selbst hineinbringen soll“, so Deutsch. Dieser „erwachsene“ Ansatz, dass man bei Entdeckung eines Mankos selbst derjenige sein müsse, der etwas ändert, scheint eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Beziehung zu sein. „Dann fängt das gegenseitige Beschuldigen erst gar nicht an. Und man erkennt sich selbst als Schöpfer der eigenen Realität.“

„Wenn ich bewusst danach trachte, was passt, werde ich auch automatisch mehr wahrnehmen, was passt“, meint Deutsch. Die Energie folge der Aufmerksamkeit. „Wenn ich erkenne, welche Fülle bereits da ist, fällt es mir auch leichter, dankbar und großzügig zu sein.“ Das zeige auch, dass die Person nicht dem Mangeldenken verfallen ist.

Viele Kleinigkeiten versüßen das Leben

In der Studie wird die Bedeutung von kleinen Gesten beschrieben und der Fähigkeit, sich daran zu erfreuen. Meiner Meinung nach, kann man ein glückliches Leben oder eine glückliche Beziehung auch mit einem Bankkonto vergleichen“, meint Deutsch. „Es sind die oftmaligen kleinen Einzahlungen, die letztendlich eine stattliche Summe zustande kommen lassen.“

„Es sind kleine Gesten und Sätze der Wertschätzung, die uns selbst und den anderen erfreuen und das Wohlgefühl steigern“, so die Expertin. „Wenn ich meinen Dank ausdrücke, so nehme ich auch bewusster an.“ Und unbewusst strebe der Mensch an, dem, der Gutes tut, wieder Gutes zurückgeben zu wollen. „Daher ist es in jeder Hinsicht besser, zu geben“, erklärt Deutsch abschließend.

Quelle: pte

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