Große Studie über männliche und weibliche Singles

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus? Falsch. Beide Geschlechter kommen vom Planeten Erde und sind sich ähnlicher als angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Single-Studie von ElitePartner. In Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß befragte die Online-Partnervermittlung 10.693 deutsche Singles und erstellte damit bereits zum vierten Mal die größte Single-Studie Deutschlands. Und das kam dabei heraus:
Männer reden über Gefühle

Männer sind weniger rational als Vorurteile behaupten: 65 Prozent von ihnen vertrauen auf ihr Bauchgefühl, 56 Prozent sprechen gern über Gefühle und Beziehungen. Viele sind auch einem Klatschgespräch nicht abgeneigt: 40 Prozent der Single-Männer reden mit Vergnügen über andere Menschen. Und: Fast jeder zweite Mann ist leidenschaftlicher Hobby-Koch.

Selbst ist die Frau

Auch die Ergebnisse der weiblichen Singles überraschen. Immerhin 59 Prozent der Frauen können sich sehr gut anhand einer Landkarte orientieren. Wer glaubt, die Damenwelt beschäftige sich nur mit lieblichen Dingen, liegt falsch: 42 Prozent mögen Mathematik und logisches Denken, 38 Prozent handwerken und reparieren gern. Und: Rund ein Viertel der Single-Frauen interessiert sich sogar für Fußball.

Singles werden sich ähnlich

Woran liegt es, dass die Grenzen zwischen typisch weiblichem und männlichem Verhalten derart verschwimmen? Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner: „Das Single-Dasein führt zu einem veränderten Rollenverhalten.“ So können Frauen mit der Bohrmaschine umgehen und Männer sich mit der Mutter über ihre Lieblingsrezepte austauschen: Durch das Alleinleben sind Singles darauf angewiesen, auch den Part des anderen Geschlechts zu übernehmen. „Die alltäglichen Herausforderungen des Single-Lebens weichen traditionelle Vorstellungen geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen auf“, so Fischbach.

Zeit für einen Perspektivwechsel

Unzählige Ratgeber thematisieren die angeblichen Geschlechterunterschiede. Zu einer gelungenen Kommunikation zwischen Mann und Frau tragen sie allerdings nicht bei. Im Gegenteil: Die so genannte „Differenzhypothese“ fördert Vorurteile. Tipp der Diplom-Psychologin: „Für den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft ist es wichtiger, das Augenmerk auf die Ähnlichkeiten der Partner zu richten, als Unterschiede zu betonen.“ Sonst kann es passieren, dass Paare ihre Konflikte gar nicht erst angehen, weil sie aufgrund der vermeintlichen Andersartigkeit unlösbar scheinen.

Ein paar Unterschiede gibt es doch …

In einigen Bereichen unterscheiden sich Männer und Frauen trotz der Angleichung stark. So ist es für Frauen kein Problem zu telefonieren, währenddessen zu backen und die Kinder im Auge zu haben: Drei Viertel der weiblichen Singles sind „Multitasker“. Immerhin 48 Prozent der Männer behaupten das auch von sich. Auch der Kommunikationsbedarf der Geschlechter ist unterschiedlich hoch: Während 63 Prozent der weiblichen Singles sehr gern telefonieren, tut dies nur etwa ein Drittel der Männer.

Tipp zur Geschlechterverständigung

Die unterschiedliche Fähigkeit zum „Multitasking“ hat auch Auswirkungen auf die Kommunikation: „Männer sprechen lieber über nur ein einziges Thema, während Frauen viele Themen gleichzeitig durchgehen“, sagt Lisa Fischbach von ElitePartner. Ihr Tipp für Paare: „Stehen wichtige Entscheidungen an, achten Sie auf gute Vorraussetzungen für ein erfolgreiches Gespräch. Geben Sie dem Austausch genügend Raum und vermeiden Sie Nebenaktivitäten. So fällt es beiden Seiten leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.“ Zudem sollten Paare sich ihres unterschiedlichen Kommunikationsstils bewusst sein. Denn: „Männer und Frauen verstehen sich nicht ohne Weiteres. Wir müssen lernen, unsere Bedürfnisse in die Sprache des anderen Geschlechts zu übersetzen.“

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