Zecken-Abwehr bei Hunden: vom Halsband bis zum Kokosöl

HundZecken sind gefährliche Krankheit-Überträger – für Menschen übrigens genauso wie für Hunde. Mit welchen Möglichkeiten Sie den eigenen, vierbeinigen Liebling gegen dieses kleine Biest schützen, bleibt Ihnen überlassen. Es gibt viele Möglichkeiten und der Hund zeigt Ihnen mit seiner Reaktion, ob er mit Ihrer Variante einverstanden ist. Wenn Ja, hilft sie ihm wahrscheinlich auch.

Zecken-Saison fast ganzjährig

Der Sommer ist zwar die Hochsaison der Zeckenplage, doch bleibt dieses Tier aus der Gattung der Milben fast ganzjährig gefährlich: in Deutschland je nach Region von März bis November. Ab zehn Grad Celsius wird sie aktiv. Im Süden ist die Zecke stärker verbreitet als in anderen Gebieten, jede dritte überträgt verlässlichen Studien zufolge die Borreliose. An dieser Stelle bietet sich schon der erste Tipp an: Die Krankheitserreger benötigen nach dem Eindringen zwei bis zwölf Stunden, um dem Wirt gefährlich zu werden.

Suchen Sie Ihren Hund also nach dem Waldspaziergang nach Zecken ab, Zeckenkarte oder -zange liegen dazu bereit. Von den weltweit 800 Zeckenarten sind 19 in Deutschland beheimatet. Vor allem die Braune Hundezecke, die Buntzecke und der Gemeine Holzbock bedrohen Ihren Vierbeiner. Sie warten dort, wo der Hund besonders gerne läuft: im Unterholz und auf der Wiese. Zeigt das Tier Symptome wie Schläfrigkeit oder Appetitlosigkeit, kann das auf einen Zeckenbefall hindeuten. Dann hilft nur der Weg zum Veterinär, der gegebenenfalls Antibiotika verabreicht.

Halsbänder und Spot ons

Greifen Sie zwecks Zeckenabwehr zu einem der gummiartigen Halsbänder, ist es wichtig zu wissen: Ihr Hund muss es durchgehend tragen – nur dann wirkt es. Sie sind erhältlich mit natürlichen Wirkstoffen wie Kokosöl oder denen des Neembaums. Zu den chemischen Wirkstoffen zählen Delamethrin, Imidacloprid und Flumethrin.

Wehrt sich Ihr Hund dagegen – was vor allem bei den chemischen Zusätzen durchaus möglich ist – verzichten Sie auf diese Maßnahme: Ihr Liebling verträgt den Stoff einfach nicht, sein feiner Geruchssinn teilt es ihm mit. Wenn der Hund gerne schwimmt, hilft das Zeckenschutzhalsband allerdings nicht: Die Wirkstoffe waschen sich aus. In diesem Fall empfehlen sich spot ons: Dabei handelt es sich um kleine Ampullen, die Sie Ihrem Vierbeiner auf verschiedene Körperstellen wie Nacken oder Schwanzansatz träufeln. Nach ein bis zwei Tagen sind die Wirkstoffe eingezogen und halten dann mehrere Wochen. Erneut stehen chemische Varianten wie Permethrin oder natürliche wie Zitronella zur Verfügung. Aber auch hier gilt wieder: Nicht bei jedem Hund zeigen die spot ons Wirkung.

Kautabletten und Futterergänzungsmittel

Seit einigen Jahren ist eine Kautablette zur Zeckenbekämpfung auf dem Markt. Gelingt es Ihnen, Ihren Hund dafür zu interessieren und ihn dazu zu bringen, sie zu essen, soll sie für zwölf Wochen gegen Zecken schützen. Auch mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin B-Komplexe, Knoblauch oder einer Mischung aus Sauermolke, Hopfen, Hefe, Bockshornkleesamen und mehr lohnt sich ein Versuch: Nicht bei allen Vierbeinern aber zeigt sich der Erfolg. Generell gibt es Shampoos, Öle und Sprays, die regelmäßig auf die Haut aufgetragen werden und helfen sollen.

Die Hauptbestandteile sind unter anderem Kokosöl oder Lavendel. Bernsteinketten oder mit Schwingungen geladene Metallplättchen, die der Hund trägt, sollen ebenfalls Zecken abwehren. Auch, wenn das nicht wissenschaftlich belegt ist: Ein Versuch lohnt sich.

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