Weihnachten als Stress für den Hund

Weihnachtszeit – Anstrengende Zeit! Ist die Adventzeit wirklich so besinnlich, wie wir es in Weihnachtsliedern vorgesungen oder in der Werbung vorgesagt bekommen? Bedeutet diese beschauliche Zeit nicht vielmehrStress für Mensch und Tier?

Nächstes Wochenende brennt schon die dritte Kerze am Adventkranz, die Weihnachtseinkäufe sind noch nicht erledigt, es werden noch Kekse gebacken, der Weihnachtsputz steht auch noch an und für den Hund ist viel zu wenig Zeit in diesen Tagen. Beobachten Sie Ihre Tiere in diesen Tagen einmal genauer!

Hat sich Ihr Hund in der Vorweihnachtszeit zu einem kleinen Quälgeist entwickelt, der sich so manches einfallen lässt, um Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen? Wurden Ihre Lieblingsschuhe als Kauknochen missbraucht? Es war einfach zu wenig Zeit, um mit Ihrem Hund ausgiebig spazieren zu gehen! Versuchen Sie abernicht, dies wettzumachen, indem Sie Ihren Hundzu den Weihnachtseinkäufen mitnehmen. Die vielen Menschen auf den Einkaufstrassen und in den Kaufhäusern sind manchem Menschen zuviel. Was glauben Sie, wie sich Ihr Hund in diesem Gedränge von Menschenbeinen fühlt? Gerade für ängstliche Tiere kann dies eine starke Belastung sein. Denn in einer solchen Menschenmenge wird dieIndividualdistanz – ein um das Tier gedachter Kreis, bis zu welchem der Hund die Annäherung von fremden Personen akzeptiert – Ihres Hundes mehrmals ignoriert. Und auch der gutmütigste Hund kann in Notwehr nach jemandem schnappen, wenn man ihm versehentlich auf den Schwanz steigt. Und bitte lassen Sie Ihren Hund auch nicht allein im Auto, während Sie Geschenke besorgen. Nehmen Sie einfach einmal eine Auszeit vom Weihnachtsstress und machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang mit Ihrem Tier. Diese Freiräume tun nicht nur Ihnen gut, sondern auch ihrem Hund und Ihrer Mensch-Tier-Beziehung.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Haustier zu verschenken, so übereilen Sie bitte nichts. Die Anschaffung eines Tieres sollte immer gut überlegt werden, übernimmt der neue Besitzer doch die lebenslange Verantwortung für das Tier. Vergewissern Sie sich, dass alle Familienmitglieder mit dem Tier einverstanden und bereit sind, Aufgaben zu übernehmen. Der ideale Zeitpunkt, um einen Hund in die Familie aufzunehmen, ist nach den Feiertagen, wenn sich der Weihnachtstress gelegt hat. Haustiere benötigen Zeit und Ruhe und Ihre volle Aufmerksamkeit, um sich in ihrer neuen Umgebung einleben zu können. Wenn Sie also am 24. Dezember ein Tier verschenken wollen, dann setzen Sie bitte nicht das Tier selbst unter den Weihnachtsbaum, sondern schenken Sie ein Foto des Tieres, einen Fressnapf, einen Schlafkorb oder ähnliches als symbolisches Zeichen.
Was Sie vor der Anschaffung eines Hundes bedenken sollten, können Sie hier auf der Webseite von Denise Seidl überprüfen.

Quelle: Tierpsychologin Denise Seidl, DVS

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