Ist Passivrauchen auch für Hunde schädlich ?

Was bei der Diskussion um die Schädlichkeit von Passivrauch kaum bedacht wird, ist der Umstand, dass Rauchen auch unsere Haustiere massiv gefährdet. Betroffen sind davon alle Haustiere, an Katzen wurden diesbezüglich Studien an der Universität Cambridge durchgeführt.

Das alarmierende Ergebnis war, dass die Rauchbelastung das Risiko von Lymphomen, eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Katzen, bis auf das Vierfache erhöht. Lymphome führen bei 3/4 aller Tiere innerhalb eines Jahres zum Tod!

Hunde wiederum erkranken in Raucherhaushalten weit öfter an Lungenkrebs als jene, die in einem rauchfreien Umfeld leben. Der Österreichische Tierschutzverein gibt zu bedenken, dass ein Tier nicht so einfach den Raum verlassen kann, um dem Rauch zu entfliehen, außerdem setzt sich das Nikotin auch im Fell ab, gerade Katzen nehmen es im Zuge ihrer Fellpflege auf und erkranken.

Noch schlimmer dran sind Tiere, die in Käfigen sitzen und manchmal direkt dem Qualm ausgesetzt sind, wie Vögel und Nager. Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher an alle Tierfreunde, auch an diese Gefahr zu denken und den Haustieren und sich selbst zuliebe besser auf das Rauchen zu verzichten.

Quelle: Österr. Tierschutzverein

 

Passivrauchen gefährdet Hunde!

Vielfach wird in den Medien auf die Gefahr des Passivrauchens insbesondere bei Kindern hingewiesen. Doch auch für Heimtiere ist der blaue Dunst höchst gesundheitsschädlich. Vier Pfoten appelliert an die Verantwortung der Besitzer.

„Bei einer einzigen Zigarette entweichen mehr als zwei Liter Rauch. Lediglich ein Viertel wird vom Menschen aktiv eingeatmet, der Rest geht in die Luft über und kann so von unseren Schützlingen eingeatmet werden“, erklärt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von Vier Pfoten.

Beim Rauchen von nur einer Zigarette werden durchschnittlich 1.650 Mikrogramm Nikotin und 12 Mikrogramm Teer freigesetzt. Die Tiere können durch die Genussgifte ähnliche Erkrankungen wie Menschen bekommen.

Das Rauchen in geschlossenen Räumen erhöht die Gefahr dabei um ein Vielfaches. Die Beschwerden beginnen mit Keuchen, tränenden Augen und einem geschwächtem Immunsystem. Schlimmstenfalls steigern sie sich über eine Bronchitis bis hin zu Lungentumoren und/oder Nasen-bzw. Nasennebenhöhlenkrebs.

Studien aus den USA belegen, dass Nasentumore bei Hunden mit langen Schnauzen häufiger auftreten, wenn sie in Raucherhaushalten leben, bei Hunden mit mittellangen oder kurzen Schnauzen ist das Lungentumor-Risiko erhöht.

Auch mit Allergien und Atemwegserkrankungen haben Hunde aus Raucherhaushalten öfter zu kämpfen als ihre Artgenossen, die in einem rauchfreien Haushalt leben.

Raucher können ihrem Hund helfen, indem sie zum Rauchen auf den Balkon oder die Terrasse gehen. Und als schönen Nebeneffekt zum gesunden Hund gibt es für sie noch herrlich frische Luft!

Quelle: Vier Pfoten

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