Wenn Hunde dicke Tränen weinen …

Frühlingszeit ist Cabriozeit – und wer keinen derartigen Flitzer hat, öffnet beim Autofahren wenigstens die Seitenfenster, um ein laues Lüftchen zu ergattern. Wer darunter aber leidet, sind häufig die mitfahrenden Hunde. Bindehautentzündungen durch Fahrtwind sind die Folge. Die Lidinnenseite rötet sich, die Augen fangen an zu tränen. Bei hinzukommenden Sekundärinfektionen kann der Ausfluss sogar eitrig werden.

Ständiger Tränenfluss ist jedoch oft auch rassebedingt. Tierärztin Dr. Tina Hölscher erklärt die Zusammenhänge: „Besonders bei kurzköpfigen Hunderassen wie Zwergpudeln oder Chihuahuas sind die Tränen-Nasen-Kanäle verengt. Dadurch fließt die Tränenflüssigkeit nach außen links und rechts des Nasenrückens ab. Dieser ständige Ausfluss führt zu Verklebungen der Haare und nachfolgend zu Entzündungen der Haut.“

Doch auch nach innen wachsende Wimpern, Verletzungen am Auge oder Entzündungen im Inneren des Auges führen zu übersteigerter Tränenproduktion.

Tipps für betroffene Hundehalter:

  • Die Verklebungen dürfen keinesfalls mit Kamille gereinigt werden. Viel besser benutzt man hierfür saubere Waschlappen und schlicht lauwarmes Wasser.
  • Die Ursache für den Ausfluss muss abgeklärt werden. Verletzungen der Hornhaut können innerhalb kürzester Zeit zum Verlust des Auges und damit zur Blindheit führen. Daher muss bei plötzlich auftretendem Tränenfluss umgehend ein Tierarzt hinzugezogen werden!
  • Autofahrten mit offenem Verdeck oder Fenster besser ohne Hund unternehmen, oder den Hund an eine Hundebrille gewöhnen.

Quelle: aktion tier

 

 

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