Wenn der Hund langsam älter wird…

 

Je nach Größe setzt das Altern bei Hunden früher oder später ein

Ist es nicht fast so, als wäre es erst gestern gewesen? Als neugieriger, quirliger Welpe zog unser Hund bei uns zu Hause ein und hatte nichts als Unsinn im Kopf. Sein Bewegungsdrang kannte keine Grenzen und sein Tatendrang war kaum zu bremsen. Erst wenn unser Welpe dann endlich zufrieden und erschöpft in den Schlaf fiel, konnten wir aufatmen… Schüttelten wir nicht so manches Mal ungläubig den Kopf über soviel geballte „Lebendigkeit“?

Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Irgendwann fällt uns auf, dass unser Hund, der früher immer fröhlich aufsprang, um uns zu begrüßen, es mehr und mehr vorzieht, liegen zu bleiben. Eine freundlich wedelnde Begrüßung aus der Körbchen-Perspektive scheint unserem Hund nun zu genügen, zumal er mit dem Aufstehen neuerdings manchmal etwas Mühe zu haben scheint. Das Sehen und Hören lässt ebenfalls spürbar nach, und uns wird schmerzlich bewusst: unser Hund wird wohl alt.

Altern ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher biologischer Prozess, der sich durch viele Anzeichen bemerkbar macht und schon mit der Geburt beginnt. Er beruht u.a. auf einer langsameren und selteneren Teilung der Körperzellen, so dass Gewebeschädigungen nicht mehr ausreichend und schnell genug „repariert“ werden können. Den Alterungsprozess merkt man unserem Hund erst ab einem bestimmten Alter an, wobei je nach Größe das Altern früher oder später einsetzt. So altern Kleinhunde wesentlich später als mittlere und große Rassen und haben auch eine entschieden höhere Lebenserwartung. Ein besonders krasses Beispiel soll dies verdeutlichen: mit 8 Jahren kann eine Dogge schon ein wahrer „Hundegreis“ sein, ein Dackel dagegen fängt frühestens in diesem Alter an, erste Alterungserscheinungen zu zeigen und kann noch doppelt so alt werden.

Egal, wie alt unser Hund statistisch gesehen werden kann, eins ist klar: das Altern lässt sich leider nicht umgehen. Was wir jedoch tun können, ist dem Alterungsprozess aktiv entgegenzusteuern, indem wir unseren Hund aufmerksam beobachten, um auf diese Weise Beschwerden oder Krankheitsanzeichen schon im Ansatz rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein regelmäßiger Gesundheits-Check beim Tierarzt sowie eine gute Pflege und eine dem Alter angepasste Ernährung von Jugendbeinen an sind grundsätzlich eine gute Idee, um schon frühzeitig altersbedingten Beschwerden beim Hund vorzubeugen. Aber auch die Sensibilität des Hundefreundes, ein gesundes Mittelmaß zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und nach Bewegung zu finden, ist entscheidend wichtig für das Wohlgefühl des alternden Hundes.

Eine gute Idee: Mit dem Auto in die Natur rausfahren und dem Hund schöne und abwechslungsreiche Spaziergänge vor Ort bieten, ohne ihm einen allzu langen Weg dorthin zumuten zu müssen. Aber was, wenn unserem Vierbeiner das Ein- und Aussteigen Mühe macht? Kein Problem, es gibt ja Hunde-Rampen, die den Ein- und Ausstieg erheblich erleichtern und nicht nur die Knochen des Hundes, sondern auch den Rücken des Besitzers schonen.

Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man altert. Lebensqualität fängt schon bei der Ernährung an. Je nach Alter, Konstitution und Lebensbedingungen sollten Sie Ihrem Hund ein angemessenes Futter anbieten, um ihn in gesundheitlich optimale Verfassung zu versetzen und sein Immunsystem zu stärken. Oftmals neigen ältere Hunde durch reduzierte Bewegung und verlangsamten Stoffwechsel dazu, Fett anzusetzen, und eine träge Verdauung macht ihnen oftmals noch zusätzlich zu schaffen. Die Folgen von Überernährung können Gelenkserkrankungen, Diabetes, Herz- und Nierenproblemen sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ein gesundes Futter, das nicht dick macht, sättigt und dabei auch noch gut schmeckt, wäre daher genau das richtige für unseren vierbeinigen Senior. Mobilität und gesunder Stoffwechsel, ein glänzendes Fell, ein starkes Immunsystem und gesunde Gelenke – für all diese Dinge werden spezielle Leckerchen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die unter das gewohnte Futter gemischt werden.

Warm, weich und trocken sollten die Liegeplätze sein, die Sie Ihrem alten Hund anbieten, denn Hunde schlafen auch tagsüber sehr viel, da sie von Natur aus einen anderen Rhythmus haben als wir Menschen. Ältere Hunde neigen dazu, Liegeschwielen an den Ellbogen zu bilden, leiden häufiger unter Gelenkbeschwerden und können Kälte und Nässe oft schlecht vertragen. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit, Ihren Hund vor Zugluft, Nässe und Bodenkälte zu schützen, indem Sie ihm an geeigneten Plätzen des Hauses entsprechende Hundebetten oder Decken als bequeme Unterlage anbieten.

Alternde Hunde sind liebenswerte Gefährten: sie haben schon lange keine Flausen mehr im Kopf und wissen ganz genau, wer das Sagen hat. Sie haben es nicht mehr nötig, die Rangordnung auf die Probe zu stellen, deshalb kann man unbesorgt bei ihnen auch mal Fünfe gerade sein lassen.
Das Zusammenleben mit einem alten Hund ist geprägt von gegenseitigem Einvernehmen in Achtung und Toleranz. Aber glauben Sie nicht, dass Ihr Hund, nur weil er jetzt eine „ruhige Kugel schiebt“, am Leben nicht mehr interessiert ist! Anstrengende Hundesportarten und „Marathon-Läufe“ sind jetzt zwar out, aber neben den täglichen kleinen Spaziergängen können Sie Ihren Hund nun vermehrt geistig auslasten und so für Abwechslung im Hundealltag sorgen, ohne ihn zu überanstrengen. Genießen Sie mit Ihrem Hund das Leben und lassen Sie sich etwas einfallen, damit Ihr Hundesenior körperlich und geistig so lange wie möglich fit bleibt.

Quelle: openpr

  1 comment for “Wenn der Hund langsam älter wird…

  1. Gertrude Pagatsch
    18. März 2016 at 20:39

    Danke für die Aufklärung, ich hoffe,für das Wohl meiner Kitty,im Altern,richtig gut zu sorgen.

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