Frieren Hunde im Winter ?

Nicht nur die Menschen schützen sich bei klirrender Kälte mit warmer Kleidung. Auch Hunde werden öfters mit Mäntelchen und Schühchen gesichtet. Sinnvolle Maßnahme oder einfach nur lächerlich? Das Veterinäramt der Stadt Wien gibt darüber Auskunft.

Der Winter setzt nicht nur uns Menschen zu. Auch Hunde sind „zentralheizungsverwöhnt“. Ist „Flocki“ nicht besonders klein oder alt, braucht er jedoch keine Decke beim „Gassigehen“. Schuhe für den Hund sind nicht sinnvoll, obwohl Auftausalz den Pfoten Schaden zufügen kann. Das Salz macht die Pfoten spröde und rissig. Deshalb sollte man dem Hund nach dem Spaziergang die Beine mit warmem Wasser abwaschen. Vorbeugend empfiehlt sich, die Ballen des Tieres mit Fettcremes einzuschmieren. Wenn schon schmerzhafte Risse entstanden sind, erweisen sich Fußbäder in Kamillentee als wahres Wunder.

Wenn ein Hund mit seinem Frauchen oder Herrchen bei Rot an einer Ampel steht und zittert, bedeutet das noch lange nicht, dass er friert. Es könnte ein Zeichen von Aufregung sein, oder er wittert einen Artgenossen. Das Muskelzittern ist aber auch ein natürlicher Schutz vor Kälte. Weiters sollte man ein Haustier in der kalten Jahreszeit nur baden, wenn es wirklich notwendig ist. Grundsätzlich schaden Waschmittel und Shampoos der Fettschicht der Haut. Diese Schicht ist bei manchen Hunderassen so ausgeprägt, dass sie sogar im Winter auf ein „Bad“ im eisigen Teich nicht verzichten möchten. Vorausgesetzt die Schutzschicht wurde nicht schon „wegshampooniert“. Der Gang zum Hundefrisör sollte erst im Frühjahr angetreten werden. Die „Felljacke“ fehlt dem Hund sonst im Winter.

Der Mensch hat im Winter zweifelsfrei einen erhöhten Vitamin C Bedarf. Nicht so die Hunde. Der Körper stellt Vitamin C selbst her und ist nicht auf eine zusätzliche Unterstützung angewiesen. Noch dazu ist in den gebräuchlichen Futtermitteln „alles drinnen“. Viele der städtischen Vierbeiner sind im Gegenteil überfüttert und leiden an Herzverfettung. Das beste Rezept dagegen lautet: Viel Auslauf und ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. Ein wichtiger Tipp der Veterinärmediziner der Stadt Wien: Den Hund keinen Schnee fressen lassen! Beim Spielen Stöckchen, aber keine Schneebälle werfen. Das kalte Weiß kann Magen- Darmentzündungen hervorrufen!

Wenn Sie Fragen zur Tierhaltung haben, Reiseratschläge oder Auskünfte zum Thema Tierschutz oder über vermisste Tiere einholen wollen, stehen die Tierärzte des Veterinäramtes der Stadt Wien unter der Telefonnummer (01) 4000/8060 gerne zur Verfügung. Über 4.500 Anrufern kann hier pro Jahr geholfen werden. Das Veterinäramt finden Sie auch im Internet.

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