Der ideale Hunde-Sommer

 

Mit dem Sommer kommt nun endlich auch das gute Wetter – das Thermometer steigt nicht selten auf 30°C und mehr. Während wir uns bequem in Bikini und Badehose in die Sonne legen können, haben unsere vierbeinigen Begleiter oftmals mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Wenn Sie aber ein paar einfache Punkte beachten, lässt sich das Risiko eines Hitzschlages minimieren, und Ihr Hund kann den Sommer in vollen Zügen genießen.

 

So geht der Vierbeiner mit Wärme um

amrita, shutterstock.com (4885153)

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Die Regulierung der Körpertemperatur, auch Thermoregulation genannt, funktioniert bei unseren vierbeinigen Begleitern anders als bei uns. Denn: Während sich bei uns Menschen ein kühlender Schweißfilm auf dem gesamten Körper bildet, können Hunde nur an den Pfoten schwitzen. Um ihre Körpertemperatur zu senken, müssen sie also auf andere Mechanismen zurückgreifen: Sie liegen bevorzugt auf kühlen Flächen und an schattigen Plätzen. Wird es ihnen dennoch zu warm, fangen sie an zu hecheln. Dabei atmen sie mit geöffnetem Maul wesentlich schneller als normal. Die Folge: Wasser verdunstet über die große Oberfläche der Schleimhäute in Naseninnenraum und im Maul, wodurch sich das Körpersystem abgekühlt.

Beim Hecheln verlieren die Tiere Flüssigkeit – daher ist es wichtig, dass sie immer genug zu trinken haben und Ihnen gesunde Nahrung mit hohem Flüssigkeitsanteil zur Verfügung steht.

 

Schatten und Wasser sind das A und O

 

Für gesunde Hunde ist es in der Regel kein Problem, sich auch bei sommerlichen Temperaturen im Freien aufzuhalten. Sie sollten allerdings darauf achten, dass immer ausreichend schattige Plätze in der Nähe sind, und der ausgedehnte Spaziergang nicht in der prallen Mittagssonne stattfindet. Bei gutem Wetter bietet sich ein Ausflug ans Wasser besonders an. Am besten eignen sich hierfür die frühen Morgen- oder kühleren Abendstunden, um sich zu erfrischen und entspannt das gute Wetter zu genießen. Auf körperlich anstrengende Streifzüge durch die Natur sollten Sie jedoch lieber verzichten. Vor allem für ältere oder gesundheitlich angeschlagene Tiere ist es während der heißen Tage besser, sich überwiegend in kühlen Innenräumen aufzuhalten.

 

Die richtige “Sommerfrisur” sorgt für Abkühlung

 

Angyalosi Beata, Shutterstock.com (386919166)

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Bei Tieren mit einem dichten Fell darf besonders im Sommer die Pflege nicht vernachlässigt werden. Es hilft dem Vierbeiner allerdings nicht, wenn das gesamte Deckhaar geschoren wird, da es vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlen und Insekten schützt. Bürsten Sie daher lieber regelmäßig die Unterwolle aus, um Ihrem Liebling ein wenig Erleichterung zu verschaffen – wir Menschen laufen ja auch nicht gern in unserer Skiunterwäsche am Strand herum!

 

Niemals den Hund im Auto lassen

 

Viele Hunde fallen leider jedes Jahr der falschen Einschätzung Ihrer Herrchen zum Opfer, die davon ausgehen, ihr Tier könne für ein “paar Minuten” ruhig im Auto warten. Auch wenn es sich nur kurze Besorgungen im Supermarkt oder bei der Post handelt – lassen Sie Ihren Vierbeiner niemals alleine im Fahrzeug zurück!

 

In kürzester Zeit können hohe Temperaturen im Wageninneren lebensbedrohlich werden, selbst wenn das Fenster einen Spalt geöffnet ist. Falls Sie Ihren Vierbeiner partout nicht mit ins Geschäft nehmen können, suchen Sie ihm draußen einen schattigen Warteplatz, um auch dort ein Überhitzen des Tieres zu vermeiden. Trägt Ihr Hund einen Maulkorb in der Öffentlichkeit, darf dieser keinesfalls zu eng sein, damit er nicht das Hecheln behindert. Am besten, Sie lassen Ihren Hund bei alltäglichen Besorgungen gleich ganz Zuhause.

 

Warnsignale erkennen

 

Haben Sie dennoch den Verdacht, dass Ihr Tier überhitzt, bringen Sie es schnellstmöglich zu einem Tierarzt. Ein derartiger Zustand äußert sich beispielsweise durch verstärktes Hecheln mit einer schnellen, flachen Atmung sowie Erschöpfung, Krämpfe oder Erbrechen. Auch Gleichgewichtsstörungen und Kreislaufprobleme, die bis zum Bewusstseinsverlust führen können, können auftreten.

 

Erste Hilfe bei Überhitzung

 

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um Ihrem Liebling in einer Notsituation beizustehen: Bringen Sie ihn aus der Sonne in eine schattige Umgebung und geben ihm zu trinken. Feuchtkalte Tücher auf Körper, Kopf, den Innenschenkeln und den Pfoten helfen, die Körpertemperatur wieder zu senken. Ist das Tier bewusstlos, bringen Sie es in eine Schocklagerung: Dazu legen Sie es auf seine rechte Körperseite, bringen den hinteren Teil des Körpers in eine erhöhte Position und überstrecken den Hals. Anschließend öffnen Sie vorsichtig das Maul des Tieres und verlagern die Zunge nach außen, damit die Atmung nicht behindert wird. Ist der Vierbeiner nicht mehr ansprechbar, oder können Sie seinen Zustand nicht richtig einschätzen, kontaktieren Sie unverzüglich einen Tierarzt!

 

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