Ältere Hunde brauchen besondere Pflege

Auch vierbeinige Senioren brauchen verstärkte Betreuung und Zuwendung. Man sieht es ihnen vielleicht nicht gleich an – aber auch Hunde haben geänderte Bedürfnisse, wenn sie in die Jahre kommen. Mit gezielter Pflege, altersgerechter Ernährung und regelmäßiger Gesundheitsvorsorge kann man mithelfen, seinem vierbeinigen Freund Lebensqualtität und Wohlbefinden bis ins hohe Alter zu bewahren.

Unsere Heimtiere leben heute länger als noch vor wenigen Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden liegt zur Zeit bei 11,6 Jahren. Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind – ebenso wie bei uns Menschen – die bessere medizinische Versorgung und das gestiegene Ernährungsbewusstsein: Regelmäßige Gesundheitsvorsorge und ausgewogene Ernährung (eigens gekaufte, artgerechte Tiernahrung an Stelle der früher üblichen „Restlverwertung“) bescheren auch unseren vierbeinigen Mitbewohnern ein längeres Leben und mehr Lebensqualität.

Der Alterungsprozess wird sowohl durch Erbfaktoren als auch durch äußere Einflüsse bestimmt und hängt unter anderem von Rasse, Größe, Ernährung und Haltung des Tieres ab. Bei Hunden gilt die Faustregel, dass kleine Rassen ab dem 7. Lebensjahr, mittlere und große ab dem 7. – 9. Lebensjahr und Riesenrassen ab dem 6. Lebensjahr als Senioren einzustufen sind. Diese Zahlen sind natürlich nur Richtwerte, denn Altern ist wie bei uns Menschen ein Vorgang, der beim einzelnen Individuum früher oder später beginnt und mehr oder weniger rasant verläuft.

Erste Anzeichen des Alters bei Hunden
Der Hund wird insgesamt ruhiger, er ist gelassener, weniger gelehrig, das Schlaf- und Ruhebedürfnis nimmt zu. Sinneswahrnehmungen wie Sehfähigkeit, Gehör, Geruch und Geschmack lassen nach. Der Bewegungsdrang nimmt ab, der Gang wird steifer, das Aufstehen und Hinlegen fällt schon schwer. Die Haare, besonders um Schnauze und Augen herum, werden grau und das Fell verliert an Glanz.

Extra-Tipp für Bello:
Ähnlich wie bei uns Menschen verschiebt sich auch beim Hund im Alter das Verhältnis von Muskel- zu Fettgewebe. Dieser altersbedingte Rückgang der Muskulatur läßt sich mit viel Bewegung aufhalten. Spaziergänge, nicht zu lange, dafür aber mehrmals am Tag erhalten möglichst viel Muskelgewebe. Dadurch – und durch bedarfsgerechte Ernährung – verhindert man auch, dass Bello zu dick wird.

Der beste Beweis: „Bluey“, ein australischer Hirtenhund, der fast 20 Jahre lang Schafe gehütet hat und mit 29 Jahren und 5 Monaten der älteste Hund der Welt war (Guiness-Buch der Rekorde 1997).

Damit es Hunden auch im Alter gut geht, hat das Team des Waltham-Zentrums, Weltautorität für Heimtierhaltung und -ernährung, ein umfangreiches Programm für mehr Lebensqualität älterer Heimtiere zusammengestellt, das im wesentlichen aus folgenden Komponenten besteht:

Zuwendung und Beschäftigung: Schenken Sie Ihrem Vierbeiner viele Streicheleinheiten, ergreifen Sie die Initiative für gemeinsame Spiele und gehen Sie mit Ihrem Hund regelmäßig spazieren.

Pflege und Bewegung: Gehen Sie altersgerecht auf Leib und Seele Ihres Hundes ein und stellen Sie das Pflege- und Bewegungsprogramm auf die veränderten Bedürfnisse Ihres Lieblings um.

Ernährung: Wählen Sie ein Futter, das speziell auf den Bedarf älterer Hunde abgestimmt ist. Am besten fragen Sie Ihren Tierarzt, welches Futter für Ihr Tier am besten geeignet ist (bei Altersschwäche und Erkrankungen sollte eine entsprechende Diätnahrung gefüttert werden).

Altersvorsorge und medizinische Versorgung: Gehen Sie mit Ihrem Hund ein- bis zweimal pro Jahr zu einer Vorsorgeuntersuchung und beraten Sie sich mit Ihrem Tierarzt, welche medizinischen Maßnahmen vorbeugend oder aber zur Behandlung Ihres in die Tage gekommenen Vierbeiners empfehlenswert sind.

Quelle: IEMT

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