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Valentinstag : Liebe oder Abzockerei ?
Böse Zungen behaupten, der Blumenversand hätte den Valentinstag erfunden, um den winterlichen
Umsatz zu steigern. Doch nicht alle Menschen denken so zynisch über den "Tag der
Liebe". Zwar bezeichnen nur knapp 27 % der Österreicher den bevorstehenden
Valentinstag als (eher) wichtig, jedoch ist der Tag für die junge Bevölkerung bis 29 Jahre schon
deutlich wichtiger als für die Älteren.
Das ergab eine unter 500 Österreichern durchgeführte Umfrage der
Online-Marktforschungsagentur MindTake New Media Research. Und mit 75 % der
Österreicher, die sich als (eher) romantisch bezeichnen würden, geht der Festtag
an den meisten - trotz geringer Wichtigkeit - dennoch nicht ungenützt vorbei:
Lediglich 35 % sind sich sicher, wirklich nichts zu verschenken. Bei den
restlichen 65 % gilt: vor allem der Partner/die Partnerin darf sich freuen, aber
auch Freunde und (Schwieger)Mütter sind unter den Beschenkten zu finden.
Überraschend: Immerhin 50 % der Singles gaben an, sicher bzw. eventuell etwas
verschenken zu wollen - besonders Freunde, sowie einige Angebetete werden von
ihnen beschenkt.
Nicht nur das Alter der Befragten scheint die Freude am
Valentinstag zu beeinflussen. Die Studie ergab weiters: mit zunehmend empfundener Sicherheit der Partnerschaft
scheint die Wichtigkeit des Valentinstags abzunehmen. So ist der Anteil
jener, die nichts verschenken werden, unter Ehepartnern mit 35 % deutlich höher
als in Partnerschaften mit 19 %. Und auch das Budget fällt geringer aus als bei
unverheirateten Paaren, welche um 10 % häufiger angaben, auch 30 bis 50 Euro in
eine Valentinsüberraschung investieren zu wollen. Vor allem Ehefrauen verzichten
meist darauf, etwas zu schenken.
Für den trotzdem beschenkten Rest gilt:
Während vor allem Österreicher ab 30, Ehepartner/in und Männer zu Blumen greifen - für 31 % der Befragten noch
immer die erste Wahl - scheinen sich besonders die Jüngeren, die Frauen und
unverheiratete Paare diesen Tag in punkto Zeit etwas mehr kosten zu lassen: Sie
beglücken ihren Valentinsschatz am liebsten mit einem Abend zu zweit oder mit etwas Selbstgemachten. Weniger Beliebtheit als man
vermuten könnte, erfreut sich indes ein weiteres "Evergreen" am Valentinstag:
Nur 8 % der Österreicher wollen dieses Jahr Pralinen verschenken. Und für rund 18 % der
Befragten ist noch nicht entschieden, womit er oder sie überrascht wird, wobei
besonders Frauen und Befragte bis 30 Jahre noch unentschlossen sind.
Bei
den geplanten Kosten für diesen
speziellen Tag ist sich der Großteil der Befragten einig: immerhin 70 % der
Schenkenden gaben an, nicht mehr als 30 Euro ausgeben zu wollen, wobei es
speziell Männer und unverheiratete Partner(innen) sind, die sich diesbezüglich
eher am oberen Limit orientieren.
Tiefsinnig zeigen sich jene 35 %, die
sich entschieden haben, nichts zu schenken. Der ausschlaggebendste Grund dafür
ist die "Geschäftemacherei" mit dem
Valentinstag bzw. die Ansicht, dass der Valentinstag nichts mit Romantik zu tun
hat. Lediglich auf Platz zwei - deutlich abgeschlagen - wird genannt, dass
jemand fehlt, der beschenkt werden könnte.
Quelle: pts
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