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Hunde und Katzen haben die besseren Sinnesorgane
Unsere Haustiere sind zu außergewöhnlichen Sinnesleistungen fähig, die
den Menschen oftmals zum Staunen bringen. So können Katzen im
Fastdunklen noch sehen sowie das leiseste Trippeln eines Mäuschen
wahrnehmen und Hunde erschnüffeln Duftspuren, die mehrere Tage alt sind.
Alles voll im Blick
Die
Augen eines Raubtieres sind auf die Wahrnehmung von Bewegung und
Entfernung spezialisiert - das ermöglicht eine rasche Fixierung des
Beutetieres. Unbewegliche Objekte in derselben Entfernung können daher
von Hund und Katze nur schlecht unterschieden werden. Beide Tierarten
verfügen über ein besseres nächtliches Sehvermögen als der Mensch, da
die Netzhautzellen mehr Lichtinformationen aufnehmen können. So sieht
die Katze in der Dämmerung wesentlich besser als der Mensch, in totaler
Finsternis können jedoch auch die Katzenaugen nichts erblicken.
Entgegen der langjährigen Annahme sind Katzen nicht farbenblind.
Mittlerweile ist bekannt, dass Katzen die Grundfarben von Rot bis Grün
sehen können, jedoch scheint das Farbensehen für Katzen eine
untergeordnete Rolle zu spielen. Hunde können die Farben Blau und Gelb
gut unterscheiden, sollen jedoch Probleme bei den Farben Rot und Orange
haben.
Um Nasenlängen voraus
Durch
geringste Konzentration geruchsaktiver Moleküle wird der Geruchssinn
von Hund und Katze angesprochen. Nicht nur auf der Suche nach Beute
wird Duft aufgenommen, sondern vor dem Verzehr von Nahrung sowie bei
sozialen Kontakten mit Artgenossen und Menschen. Jagd, Orientierung,
Kommunikation zwischen Individuen und Erkennen von bekannten
Artgenossen erfolgen über diesen hoch entwickelten Sinn. Im Vergleich
zum Menschen mit über 2 bis 10 Millionen Geruchszellen ist die Katze
mit über 60 bis 70 Millionen sehr geruchsempfindlich. Jedoch an der
Spitze der Riechleistung steht der Hund mit 80 bis 220 Millionen
Riechzellen. Hohe Außentemperaturen und starker Wind zum Beispiel,
können zu einer Austrocknung der empfindlichen Riechschleimhaut des
Hundes und in Folge zu einer verringerten Geruchswahrnehmung führen.
Feinschmecker
Die
geschmackliche Wahrnehmung von Nahrung wird durch die Geschmacksknospen
auf der Zunge und in der Mundhöhle ermöglicht. Im Vergleich zum
Menschen, der ungefähr über 9.000 Geschmacksknospen verfügt, liegt die
Anzahl der Geschmackszellen der Katze bei etwa 500 und die des Hundes
bei 1.700. Geruch- und Geschmacksinn stehen in einem engen
Zusammenhang. Daher entscheidet der Duft der Nahrung, ob Hund und Katze
die Mahlzeit fressen werden oder nicht.
Lauschangriff auf tierische Art
Während
das Gehör des Hundes doppelt so scharf ist wie das des Menschen,
übertrifft die Katze das menschliche Hörvermögen und das seines besten
vierbeinigen Freundes. Katzenohren sind besonders empfänglich für
Hochfrequenzlaute, wie sie zum Beispiel von kleinen Nagetieren
hervorgebracht werden. Hundeohren nehmen Töne von 15 Hertz (Hz) bis in
den Ultraschallbereich von 50.000 Hertz war. Der Mensch hört bei bestem
Hörvermögen bis zu 20.000 Hz. Die Katze ist Spitzenreiter mit einer
Hörkapazität bis zu 70.000 Hz.
Wenn Hund und Katze auf ihren Namen
hören sollen, so sind zweisilbige Wörter mit den Vokalen "a" oder "i",
aber auch "o" oder "u" zu empfehlen. Scharfe Laute mit "ss" sollten
Rufnamen für Katzen nicht enthalten, da dies die Tiere mit dem Zischen
des Fauchens gleichsetzen können und auf Distanz gehen. Auch sollte das
Tier niemals namentlich gerufen werden, um es zu tadeln. Es gilt die
Regel: Je mehr positive Erfahrungen mit dem Namen verknüpft werden,
desto eher werden Hund und Katze dem Ruf Folge leisten!
Quelle: Webheimat.at
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