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Beziehungsprobleme erkennen und lösen
Im Schnitt geht heutzutage jede zweite Ehe in die Brüche. Das Magazin Readers Digest hat in seiner August-Ausgabe die zehn häufigsten Probleme in der Partnerschaften
analysiert und zugleich Lösungswege aufgezeigt. Wichtig ist, dass beide
Partner bereit sind, an sich zu arbeiten. "Der Schlüssel für eine
intakte Beziehung ist die Balance zwischen Geben und Nehmen", sagt dazu der Schweizer Fachpsychologe Thomas Huber-Winter.
Dies zeigen auch die Hobbys und Freundschaften
der Partner. Es ist richtig, sie zu pflegen, sie dürfen aber nicht
wichtiger als die Partnerschaft werden. Der Rat von Huber-Winter: "Man
sollte im Gespräch klären, wie viel Zeit für Hobbys und Freunde
eingeplant wird."
Immer wieder belasten Eifersucht
oder die Ansprüche von Familienmitgliedern - zum Beispiel der
Schwiegermutter - die Partnerschaft oder zerstören diese sogar. Gerade
bei der Eifersucht sollte man nach den Ursachen forschen. Oftmals geht
sie nicht auf die Angst zurück, den Partner an einen anderen Menschen
zu verlieren. Auch ein Mangel an eigener beruflicher Herausforderung
oder Anerkennung kann ein Gefühl der Eifersucht begründen.
Ein regelmäßig wiederkehrendes Problem in Beziehungen ist, dass sich die Partner nicht richtig zuhören.
Grundsätzlich gilt: Männer neigen dazu, sich im Gespräch auf die Fakten
zu konzentrieren, Frauen hingegen "kommunizieren beziehungsorientiert",
wie Beziehungscoach Robert Heeß aus Brandenburg es umschreibt. Um keine
Missverständnisse entstehen zu lassen, rät Heeß den Frauen "ihre Ziele
deutlicher zu kommunizieren".
Immer wieder vergiftet auch Streit die Beziehung. "Streit braucht Spielregeln",
sagt Beziehungscoach Heeß. Diese lauten beispielsweise: Keine
pauschalen Urteile über die andere Person abgeben, sondern sich nur auf
das Verhalten in konkreten Situationen beziehen. Und vor allem: Den
anderen aussprechen lassen und nicht weglaufen.
Überhaupt ist der Dialog zwischen den Partnern der Schlüssel für eine funktionierende Beziehung.
Das gilt für den Umgang mit den Finanzen genauso wie für die
Aufgabenverteilung im Haushalt. Und auch für das gemeinsame
Sexualleben. Die Experten raten, offen über sexuelle Bedürfnisse und
Fantasien zu sprechen, sich einen Abend in der Woche für die
Zweisamkeit freizuhalten. "Schrauben Sie aber die Erwartungen an einen
solchen Abend nicht zu hoch. Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck.
Dann kommt die Lust von ganz allein", sagt die Berliner Psychologin und
Verhaltenstherapeutin Sigrid Buck-Horstkotte.
Quelle: Readers Digest
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