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Kann man Flirten üben ?
Flirtexpertin und Personality-Coach Nina Deißler aus Hamburg gibt seit fünf
Jahren unter dem Markennamen "Kontaktvoll" deutschlandweit "Nachhilfe in
Herzensangelegenheiten". Bei ihren Flirtkursen geht es nicht um Anmachsprüche,
Zwinkern oder einstudierte Körpersprache. Ihrer Meinung nach hat Flirten sehr viel mit Selbstvertrauen und
Selbstliebe sowie einer positiven Lebenseinstellung zu tun - und diese
wiederum kann man tatsächlich lernen. So ist ein Flirttraining bei Kontaktvoll
eigentlich eine Mischung aus Persönlichkeits-, Kommunikations- und
Glückstraining.
Zunächst stellt sich die
Frage, was ist eigentlich ein Flirt?
Der Flirt sollte stets ein
Spiel sein, bei dem beide Seiten gewinnen. Hat der Flirt von vorne herein eine
feste Absicht (zum Beispiel die Telefonnummer des Flirtpartners oder sogar
mehr), baut das meist nur unnötigen Druck auf. Absichtslose Flirts machen Spaß,
sind locker und führen häufig weiter. Das Geheimnis ist sozusagen, einfach auf
sich zukommen zu lassen, was passiert.
Wenn der Sinn und Zweck nur der Flirt an sich ist -
was bringt es mir dann?
Nehmen wir zum Beispiel an, Sie begegnen
zufällig jemand interessantem: Vielleicht können Sie nette Gespräche führen,
aber Sie fühlen sich nicht besonders sexy und benehmen sich auch nicht so. Sie
haben wenig Übung in Sachen Charme und wissen nicht, was im Kopf des anderen
Geschlechts in solchen Situationen vorgeht. Je attraktiver Ihr Gegenüber auf Sie
wirkt, umso schlimmer ist es: Sie wissen nicht, was Sie sagen sollen, die
Situation erscheint Ihnen peinlich, Sie sind nicht gerade charmant oder tun
einfach gar nichts. Dadurch wirken Sie dann entweder uninteressant oder
uninteressiert. Ein erster Eindruck, der anderen nicht gerade Lust macht, Sie
näher kennen zu lernen.
Stellen Sie sich doch mal vor, wie die Situation
aussehen würde, wenn das für Sie ganz normal wäre: Kleine Komplimente und
verschenkte Lächeln sind völlig alltäglich für Sie. Sie wissen, was Sie
attraktiv macht und bekommen häufig Bestätigung von Ihrer Umwelt weil Sie
aufmerksam, freundlich und interessiert sind. Sie gelten bei anderen als
lockerer und charmanter Mensch, den man gerne anderen vorstellt und zu Partys
einlädt. Sie wissen, wie man anderen Menschen ein gutes Gefühl gibt - das macht
Spaß und diesen Spaß merkt man Ihnen an. Sie haben ein Gespür dafür entwickelt,
ob es ein "nettes Gespräch" oder ein "Flirt" ist und Übung darin, wie Sie selbst
das steuern können.
Wie schafft man
das?
Am Anfang steht eine einfache Theorie: Im Grunde möchte jeder
Mensch gerne jemanden kennen lernen, geliebt werden und Sex haben. Andere
Menschen sind im Alltag nur häufig zu abgelenkt, unaufmerksam, ängstlich,
misstrauisch, wählerisch oder schlichtweg zu faul für einen Flirt... genau wie
ich selbst!
So gilt es, nach und nach diese Motive bei sich selbst zu
untersuchen. Ängste, Misstrauen oder auch Faulheit sind Dinge, die man
überwinden kann. Im Flirttraining wird daher an diesen Störfaktoren gearbeitet.
Wer sich selbst mag, muss vor anderen keine Angst haben. Wer im Training aus
erster Hand erfahren hat, was das andere Geschlecht sich wünscht und denkt, kann
lockerer damit umgehen. Wer spürt, wie viel Spaß man selbst hat, wenn man andere
zum Lächeln bringt, überwindet Faktoren wie Misstrauen und Faulheit ganz leicht
- nicht nur bei sich sondern auch bei anderen.
Flirten macht damit quasi von selbst attraktiv:
Je häufiger wir flirten, desto mehr wirken wir auf andere wie jemand, mit dem
man flirten möchte.
Jetzt gibt es wirklich gar keine Ausrede mehr, auf
Partys am liebsten auf den Boden zu schauen, oder?
Quelle: kontaktvoll.de
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