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Ist die erste Liebe auch unsere große Liebe ?
"Wie in aller Welt können wir anhand der Physik ein
biologisches Phänomen wie die erste Liebe erklären?" fragte sich selbst
Albert Einstein. Ob ferne Schwärmerei oder lange Beziehung - die erste Liebe prägt uns.
"Sie hinterlässt in unserer Gefühlswelt einen nachhaltigen Eindruck und
stellt die Weichen für das weitere Leben", so Single-Coach Lisa
Fischbach von der Online-Partnervermittlung ElitePartner.
Irreale Schwärmerei oder reale Bindung?
Bei der ersten Liebe überwältigen uns die Emotionen, wir halten sie für das Non plus ultra. "In der Jugend liebt man unbelastet im positiven Sinne",
erklärt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. "Man ist frei von
Vorerfahrungen und so kann die erste Liebe einen Maßstab setzen, mit
dem wir jede weitere Beziehung vergleichen." Allerdings kann das
verliebte Feuer auch schnell wieder verrauchen: Zur Beständigkeit fehlt oft noch die emotionale Reife. Substanz und Tiefgang einer Bindung erkennt man meist erst, wenn man ein wenig erfahrener ist.
Welcher
Art die erste Liebe ist, sagt etwas über die Person und ihre
Liebesbereitschaft aus. Wer lange in jemand Unerreichbares verliebt ist
- einen Popstar oder seine Klassenlehrerin - hat eher eine Tendenz zum
romantischen Anhimmeln. Wer nur lieben kann, wenn er zurück geliebt
wird, besitzt eine eher realistische Sichtweise. Die Liebe ist kein
einheitliches Phänomen, sondern hat viele Ausdrucksformen: "Für manche
ist es die gelebte Liebe, für andere zählt ebenso eine platonische
Schwärmerei", so Fischbach.
Erste Liebe = große Liebe?
Die
erste Liebe prägt, aber mit der 'großen Liebe' muss sie nicht zwingend
deckungsgleich sein. "Mit dieser Vorstellung sind besonders tiefgehende
Empfindungen verbunden. Erst die persönliche Reife, beziehungsweise die Fähigkeit, ganzheitlich zu lieben, macht die 'große Liebe' so intensiv", erklärt die Diplom-Psychologin von ElitePartner den Unterschied. Dabei können wir durchaus mehrere große Lieben
im Leben haben - wie viele genau, ist typabhängig, unzählig viele sind
es aber nicht. "Die Entstehung eines so tiefen Gefühls braucht Zeit",
so Lisa Fischbach. "Sie ist geprägt von Intimität, Vertrauen,
Zuverlässigkeit, tiefer Zuneigung und davon, sich vollkommen verstanden
und geborgen zu fühlen."
Weichenstellung
Die
erste Liebe beeinflusst unsere Partnerwahl nicht nur in Bezug auf
Äußerlichkeiten. Auch Eigenschaften unseres ersten Partners erwarten
wir oft von seinen Nachfolgern. Verfügte der erste Partner
beispielsweise über eine hohe Kommunikationsfähigkeit, so fällt uns
eine Beziehung mit jemandem, der sich wenig mitteilt, wahrscheinlich
schwerer.
Vorsicht vor verklärten Idealen
Heute
mündet sie nicht mehr zwangsläufig in der Ehe - trotzdem haben viele
junge Menschen eine sehr romantische Vorstellung von der ersten Liebe.
Oft kommt die Ernüchterung mit den ersten Beziehungserfahrungen. Das
ist allerdings nicht negativ: "Die
Konfrontation mit dem Beziehungsalltag stellt unser verklärtes Bild in
Frage und wir entwickeln realistischere Ansprüche an eine glückliche
und erfüllende Beziehung", erläutert die Diplom-Psychologin.
Viele haben die Tendenz, die erste Liebe als ultimativ zu verklären und
an ihr festzuhalten. Aber Vorsicht: Das kann davon abhalten, sich
weiterzuentwickeln und auf etwas Neues einzulassen. Lassen Sie einen
zweiten Blick zu, rät Lisa Fischbach. "Machen Sie einen Schnitt, wenn
Sie merken, dass die erste Liebe noch immer einen großen Platz in Ihren
Gedanken einnimmt und Sie gefühlsmäßig blockiert. Um offen für neue Erfahrungen zu sein, müssen Sie die Vergangenheit loslassen und einen klaren Abschluss finden."
Letztendlich
ist es mit der ersten Beziehung zumindest in einer Hinsicht genauso wie
mit der zweiten, dritten oder dreiunddreißigsten: Die Liebe ist und bleibt ein Geheimnis.
Quelle: ElitePartner
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