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Viele Singles zweifeln an ihrer Beziehungsfähigkeit
Für eine Beziehung reif zu sein, ist erlernbar
Die Hemmschwellen für eine glückliche Beziehung
liegen zumeist im mangelnden Selbstwertgefühl und auch im Glauben
daran, tatsächlich eine solche zu führen. Zu diesem Schluss kommt die
Kommunikationsexpertin und diplomierte Bewusstseinstrainerin Eva
Fischer. Vielfach fehle es auch an der Zuversicht, dass es einen
geeigneten Partner gebe, meint die Beraterin, die Seminare unter dem
Motto "Bereit für die Liebe" veranstaltet.
"Natürlich gibt es
immer mehrere Methoden, die Hemmnisse aufzuarbeiten", meint Fischer.
Eine sei etwa das Einzelgespräch, eine andere sei das Gruppentraining.
"Vielen Menschen fällt der Zugang zur Thematik in der Gruppe wesentlich
leichter, denn da gibt es ein sofortiges Feedback des Gegenübers." Im
Grunde genommen gehe es eigentlich darum, den Menschen wieder den Glauben zu schenken, dass es mit der Beziehung klappt.
Das gelte für jene, die zum allerersten Mal eine Beziehung suchen
ebenso wie für Geschiedene oder Verwitwete. "Die Grundlage für eine
Beziehung liegt in uns selbst", betont Fischer. Als Trainerin versuche
sie, Denkmuster vom so genannten Mangeldenken
zu positiven Schemen zu verändern. Es sei ein Irrglaube, dass eine
negative Haltung vom Vis-a-vis nicht sofort erkannt wird. "Wer will
schon mit jemandem Zusammensein, der eine negative Ausstrahlung hat", meint Fischer. Zuversicht könne man aber auch mit Geld nicht kaufen.
Ein weiterer Grund, warum so viele Menschen alleine sind, liegt für die Expertin darin, dass die Erwartungen vieler Singles zu hoch
und die Ansprüche überzogen sind. "Verändern sie ihr Beuteschema", rät
Fischer. Es sei durchaus denkbar, dass eine anfangs unvorstellbare
Konstellation zweier Menschen erfolgreich ist. "Ich nenne immer gerne
das Beispiel von der Managerin, die mit dem Architekturstudenten sehr
glücklich geworden ist." Fischer sieht es als wesentlich an, sich selbst auch ehrlich die Frage zu stellen, was man sich von einer Beziehung eigentlich erwartet.
"Eine Beschränkung auf reine Äußerlichkeiten deutet zumeist auf
Oberflächlichkeit hin." Es sei zudem sehr wichtig, dass man aus
Reinfällen lernt.
Dass Liebe und Zuneigung sehr viel mit Selbstliebe
zu tun hat, sei unbestritten, meint der Persönlichkeitscoach. "Ein ganz
wesentlicher Bestandteil ist die Frage, was liebenswert an einem selbst
ist." Es gehe nicht darum, ein perfekter Mensch zu sein, sondern sich
selbst mit all seinen Fehlern akzeptieren zu lernen. "Das Glück hört
nämlich dort auf, wo der Vergleich anfängt", so Fischer. Das Reden über
Zweifel und eventuelle Widersprüche sei sehr wichtig. Auch gehöre es
dazu, sich in Gelassenheit zu üben und mit sich selbst ins Reine zu
kommen. "Wer positive Energie ausstrahlt wird auch positive Energie zurück erhalten."
"Ich
will mich dagegen wehren, Liebe und Beziehung zum Konsumartikel
verkommen zu lassen, wie das heute sehr oft erfolgt", kritisiert
Fischer. Beziehungen sollten als Geschenk betrachtet werden. Das
bedeute auch, dass man daran arbeiten sollte ein liebevoller Partner für den anderen zu sein.
"Es gibt ein gutes Gefühl in einem selbst, wenn man sich mit diesen
Dingen auseinandergesetzt hat, denn das macht einen zuversichtlicher
und reifer", meint die Beraterin. "Ich arbeite dafür, dass jede Person,
die sich eine Beziehung wünscht, diese auch mit entsprechendem Einsatz
erreichen kann."
Quelle: pte
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