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Tipps für Alleinerziehende auf Partnersuche


Von einer "Babyflaute" ist heutzutage oft die Rede, gleichzeitig könnte man von einem Boom der Alleinerziehenden sprechen. Für diese gelten beim Kennenlernen eines neuen Partners oft erschwerte Bedingungen. Schließlich ist die Partnersuche zwischen Pampers, Spielplatz und Elternabend kein Kinderspiel.

"Den Partnerwunsch und das Kindeswohl in Einklang zu bringen, stellt für Alleinerziehende eine doppelte Herausforderung dar", weiß Single-Coach Lisa Fischbach von ElitePartner. Tatsächlich verändern sich die Ansprüche an eine Partnerschaft, sobald Sprösslinge mit von der Partie sind. "Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse. Es gilt auch, auf das Wohl des Kindes zu achten und einen Partner zu finden, der eine positive Beziehung zum Kind aufbauen kann", so die ElitePartner-Psychologin. Genau so jemanden zu treffen, ist gar nicht leicht. Eigene Bedürfnisse bleiben neben Erziehung und Versorgung oft auf der Strecke. Nur selten haben Solo-Eltern Zeit und Gelegenheit zum Ausgehen. Und: "Auf Spielplätzen, in Krabbelgruppen oder bei Elternabenden lernt man in der Regel keine Singles kennen", berichtet Britta (34). Deshalb bietet sich die gezielte Partnersuche über das Internet für Alleinerziehende besonders an. Diese Möglichkeit ist zeitlich und örtlich flexibel: Ob Sie zwischen Windelbergen, Legosteinen und ohne Ausgehklamotten vor dem Laptop sitzen und eine Partneranfrage verschicken, stört niemanden.

Organisation statt Spontanität

Nicht nur die Suche, auch das Kennenlernen findet unter erschwerten Bedingungen statt. Zweisamkeit und das vorsichtige Annähern wollen gut organisiert sein. Romantische Abendessen oder spontane Wochenendtrips? Für Eltern schwer organisierbar. So dauert auch das Zusammenwachsen als Paar etwas länger. Und manchmal wollen die Interessen des Partners und die Bedürfnisse der lieben Kleinen so gar nicht zusammen passen. Das hat Britta, Mutter eines achtjährigen Sohnes, erlebt. Ihr letzter Freund war passionierter Golfer, der jedes Wochenende auf dem Golfplatz und jeden Urlaub in exklusiven Golfclubs verbrachte. "Einmal waren wir gemeinsam in den Ferien. Für Moritz war das schrecklich. Er war das einzige Kind weit und breit und hat sich zu Tode gelangweilt." Kompromissbereit sollte der Partner also sein. Besser wären Hobbys und Interessen, die sich mit den Bedürfnissen der Kinder vereinbaren lassen.
Grundvoraussetzung ist natürlich eine gewisse Affinität gegenüber Kindern. Es gibt Menschen, die sich keine Kinder wünschen oder sie kategorisch ausschließen. "Sich an solchen Männern oder Frauen die Zähne auszubeißen, ist vergebene Liebesmüh. Akzeptieren Sie diese Einstellung und nehmen Sie Abstand. Es gibt genügend Singles, die gerade die Konstellation mit Kind suchen oder sogar eigene Kinder in die neue Partnerschaft mitbringen", so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach.


Väter im Vorteil

Britta hat zudem einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen alleinerziehenden Müttern und Vätern ausgemacht. Männer mit Kindern seien oftmals imagemäßig im Vorteil: "Vielleicht, weil sie schon gezeigt haben, dass sie Verantwortung übernehmen", mutmaßt sie. Die Psychologin bestätigt den Eindruck: "Allein erziehende Vätern werden als besonders und in einer ungewöhnlichen Rolle wahrgenommen. Ihnen werden Eigenschaften wie Kinderliebe, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Talent im Haushalt zugeschrieben - alles Dinge, die sich eine Frau von ihrem Partner wünscht." Ein bisschen ungerecht gegenüber den Müttern ist das schon. Schließlich haben Frauen all diese Eigenschaften in gleichem Maße und bewältigen den Spagat zwischen Haushalt, Kind und Job weitaus häufiger. Aber: Bei Männern wird es als ein emotionaler Zugewinn und eine Rollenerweiterung angesehen - bei Frauen gilt solch ein Verhalten als geschlechtstypisch. Dementsprechend wird eine alleinerziehende Mutter gesellschaftlich weniger honoriert, wenn sie sich aufopfernd um ihre Kinder kümmert.
 
Auch wenn sich zwei gefunden haben - der Weg zum Glück ist zum Teil holprig. Gerade wenn Nachwuchs im Spiel ist, kommt es immer wieder zu Eifersüchteleien - von beiden Seiten. "Als Elternteil fühle ich mich oft zwischen den Fronten, weil ich es allen Recht machen möchte", weiß Klaus (43), geschieden und Vater dreier Kinder. "Die Wochenenden sind bei mir fast immer mit den Kindern verplant. Eine Partnerin muss auf jeden Fall eine gewisse Akzeptanz mitbringen." Eine Patchwork-Familie verlangt allen Beteiligten Geduld, Einfühlungsvermögen und Toleranz ab. Dennoch: Dieses Familienmodell hat auch Vorteile und ist in zahllosen Konstellationen immer häufiger anzutreffen.

Rasselbande sucht ...

Je kleiner die Sprösslinge, desto mehr Zeit und Aufmerksamkeit brauchen sie. Das sollten Sie bei der Partnersuche unbedingt frühzeitig anmerken und am Besten in Ihrem Profil deutlich machen. Aber Vorsicht: Überfordern Sie Ihr Gegenüber nicht gleich, indem Sie einen "Papa für drei kleine Racker" oder eine "liebevolle Mutti" suchen. "Im "Ich über mich" sollte klar werden, dass der Suchende sich einen Partner an seiner Seite wünscht, der eine wichtige Rolle im eigenen Leben spielen soll. "Der neue Partner soll aus dem Profil die aktuellen Lebensumstände herauslesen können, aber auf keinen Fall sofort die Verantwortung für die Kindererziehung ungefordert übertragen bekommen", rät Lisa Fischbach. Solche Überrumplungsaktionen kommen nur selten gut an. Geben Sie Ihrem Gegenüber Zeit, sich für diese Rolle zu entscheiden und bewusst hineinzuwachsen.

Gerade für weibliche Singles ist es wichtig, die Balance zu halten. Schließlich sind Sie nicht nur Mutter, sondern auch Frau. "Nehmen Sie die beiden verschiedenen Rollen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen bewusst so wahr", so die ElitePartner-Psychologin. "Sie existieren nebeneinander, auch wenn die Grenzen manchmal verwischen." Machen Sie sich also immer wieder klar, was Sie als Frau und was Sie als Mutter suchen und von Ihrem Partner wünschen und erwarten. Sicher verschieben sich die Rollen je nach aktuellen Gegebenheiten, nur sollte die Rolle als Frau nicht vernachlässigt, negiert und die eigenen Bedürfnisse nach Partnerschaft, Liebe und Zärtlichkeit der "guten Mutter" geopfert werden.
 
Obwohl die Bedürfnisse und Belange der Kinder immer im Vordergrund stehen, dürfen sich Mutter und Vater auch um ihr eigenes Leben kümmern. Zum Beispiel um die Partnersuche. Davon profitiert auch der Nachwuchs: Zwischen glücklichen Kindern und glücklichen Eltern gibt es nämlich einen Zusammenhang. Und dem Familienglück tut es keinen Abbruch, wenn eines der Elternteile nicht leiblich ist. Die Zeiten, in denen man "der Kinder wegen" in unbefriedigenden Beziehungen verharrte, sind - Gott sei Dank - vorbei.

Quelle: ElitePartner

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