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Hat Ihr Hund Angst vor dem Tierarzt ?
Tipps, was Sie dagegen tun können
Hunde und Katzen, aber auch kleine Heimtiere zeigen häufig starkes
Angstverhalten beim Tierarzt. Manche Hunde betreten
die Tierarztpraxis nur zitternd und mit eingeklemmter Rute. Im Behandlungszimmer
angekommen, findet der Stress nicht selten Ausdruck in Angstaggression - gegenüber dem Praxispersonal
und manchmal auch gegenüber dem Halter.
"Angstverhalten beim Tierarzt
kann am wirkungsvollsten vorgebeugt werden, wenn bereits Welpen und Jungtiere behutsam auf den
Praxisbesuch vorbereitet werden", sagt Martina Schnell, Referentin für
Heimtiere bei VIER PFOTEN. "Während des ersten Termins sollten nach Möglichkeit
keine schmerzhaften Behandlungen oder Impfungen durchgeführt werden. Eine
gründliche Untersuchung reicht für den Anfang. Wird das Stillhalten dann noch
ausgiebig belohnt, ist ein wichtiger Grundstein für eine vertrauensvolle
Beziehung zum Tierarzt gelegt."
Welpen und Jungtiere sollten bereits zu Hause an Untersuchungen gewöhnt
werden. Hochheben auf einen Tisch, Öffnen des Fangs, Kontrolle der Ohren
und Pfoten und Berührungen am gesamten Körper können allmählich trainiert
werden. Lässt sich das Tier solche Manipulationen bereitwillig gefallen, wird es
belohnt. So lernt es, dass bestimmte Berührungen oder das Stehen auf einem Tisch
auch beim Tierarzt keine Ängste auslösen müssen.
Hat sich bei erwachsenen
Tieren die Angst vor dem Tierarzt bereits etabliert, können zur Beruhigung homöopathische Mittel oder
Bachblüten verabreicht werden. Beruhigende Mittel sollten jedoch immer in
Absprache mit dem Tierarzt angewendet werden. Einige Tierärzte verwenden in
ihrer Praxis so genannte Pheromone. Diese synthetisch hergestellten Duftstoffe
können bei Hunden eine beruhigende Wirkung auslösen, insbesondere,
wenn sie zwischen den einzelnen Patienten eingesetzt werden, um die Angstgerüche
des Vorgängers zu beseitigen.
"Dem Verhalten des Halters kommt eine zentrale Rolle
zu, denn seine Stimmung überträgt sich auf sein Tier. Deshalb ist es sehr
wichtig, dass er ruhig bleibt und dem Hund Sicherheit vermittelt. Niemals sollte
er sein ängstliches Tier trösten oder gar strafen", erklärt Martina
Schnell.
Quelle: VIER PFOTEN
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