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Gesund und glücklich ...

Alte Hunde haben ihre eigenen Bedürfnisse

Tipps für Hundesenioren


Der zwölfjährige schwarze Neufundländer Chico ist immer noch recht rüstig. Nur um die Schnauze herum ist er grau, und manchmal sieht er aus wie ein zerzauster alter Professor. Aus dem wilden Feger von einst ist ein ruhiger, genügsamer Senior geworden. Er schläft mehr, und seine Körperhaltung wirkt auf einmal viel steifer. Das Aufstehen fällt ihm schwer, alles geht ein wenig langsamer als früher. Eigentlich dürfte er schon längst in den Hundehimmel.

Hunde großer und sehr großer Rassen altern schneller als kleine und mittelgroße Hunde. Bei Neufundländern, Doggen oder Bernhardinern ist es schon ein Glück, wenn die Tiere ein Alter von zehn Jahren erreichen. Die Seniorphase beginnt somit bei ihnen meist schon mit neun Jahren, bei sehr großen Hunden mit acht Jahren. Andere Rassen, wie Pudel oder Dackel, sind oft bis ins hohe Lebensalter von 15 Jahren "fit wie ein Turnschuh". Die ältesten Hunde, die es je gegeben hat, sind 27, 29 und 34 Jahre alt geworden, doch das sind natürlich Ausnahmen.

Bei Hunden mit sehr dunklem Fell sieht man schon recht früh, dass sie im Gesicht grau werden, bei helleren Hunden fällt dies erst sehr viel später auf. Hundesenioren haben weniger Geschmacksnerven und reduzierte Speichelsekretion. Das kann beispielweise erklären, warum einige Senioren mit zunehmendem Alter schlechter fressen. Oft sind auch die Zähne abgenutzt, und der Darm ist träger als in der Jugend. Das sollte zum Beispiel berücksichtigt werden, wenn Kauknochen verfüttert werden. Tierknochen besser weglassen. Ein älterer Hund ist auch weniger aktiv und hat oft Verschleißerscheinungen an Gelenken und Knochen. Das Risiko, Gewicht und Muskelmasse zu verlieren, steigt. Das Immunsystem eines Seniors ist auch nicht mehr so effektiv wie es mal war, was allerdings kein Grund für zusätzliche Wiederholungsimpfungen ist.

Dank industriell hergestellter Fertigfutter und Futterzusätze ist es nicht schwierig, jedem Hundesenior die passende Ernährung zusammenzustellen. Dabei sollte man sich vom Tierarzt beraten lassen, um den Gesundheitszustand des Hundes zu berücksichtigen. Grundsätzlich gilt: Eiweiß braucht der alte Hund nicht mehr so viel, wohl aber mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Passen Sie die Spaziergänge an die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners an und überfordern Sie ihn nicht. Gehen Sie, wie damals, als er ein kleiner Welpe war, lieber öfter am Tag eine kürzere Runde. Ihr Hund wird es Ihnen danken. Sorgen Sie dafür, dass er möglichst nicht auf sehr kaltem und hartem Untergrund liegt. Ebenso vertragen alte Hunde, genau wie ältere Menschen, die schwüle Hitze im Hochsommer nicht. Meiden Sie also die pralle Sonne und gehen hauptsächlich in den frühen und späten Tageszeiten mit ihm raus.

Wie bei älteren Menschen gilt zudem: Denktraining ist wichtig, um den Hundesenior lange fit zu halten. Dabei muss es nicht immer ein ausgiebiger Ausflug in die Natur sein, auch Spiele in der Wohnung, bei denen der Hund beispielsweise sein verstecktes Spielzeug suchen muss, halten ihn länger jung! Solange ein Hund keine schweren Leiden hat, kann er jede Menge Spaß und Freude bis ins hohe Alter haben und sein Leben genießen.

Quelle: dgk - animal



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