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Verhaltensregeln unter Hunden
Wenn Hunde zusammentreffen ... Beim täglichen Spaziergang mit dem Vierbeiner kommt es besonders in der
Stadt zu Begegnungen mit anderen Hunden. Nun offenbart sich, ob Ihr
Hund ein Gentleman ist und die Verhaltensregeln unter Hunden kennt, oder ob er zu den Raufbolden gehört, die keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gehen. Der Grundstein für aufgeschlossenes, freundliches Verhalten wird bereits im Welpenalter gelegt. Hunde sind überaus soziale Lebewesen
und benötigen daher sowohl im Welpen- als auch im Erwachsenenalter den
Kontakt mit anderen Hunden. Im Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen
wird das Sozialverhalten geübt, die Rangordnung getestet und die
Beißhemmung erlernt. Aber nicht nur die Sozialisation, auch
Erfahrungswerte, die der Hund mit Artgenossen in seinem Leben gemacht
hat, spielen eine große Rolle. Hunde sind "Nasentiere"
und der Geruch des Artgenossen entscheidet über Sympathie oder
Antipathie. Wenn zwei Hunde einander begegnen, so wird erstmals Nase an
Nase der Geruch aufgenommen und dann entschieden, ob eine Annäherung
stattfindet oder man doch lieber auf Distanz geht. Ist die erste
Kontaktaufnahme gut über die Bühne gegangen, so kommt es zur
Analkontrolle, wobei der eine Hund das Hinterteil des anderen beriecht.
Signalisiert der Hund seinem Artgenossen durch die Körpersprache eine
freundliche Stimmung ohne Knurren, so ist die Begegnung erfolgreich
verlaufen. Im täglichen Hundeleben spielt sich das Zusammentreffen mit Artgenossen leider nicht immer harmonisch ab. Da gibt es die "Kläffer", die sofort knurren und abweisend reagieren, wenn ein Artgenosse im Blickfeld auftaucht, wie auch die "Angsthasen".
Oftmals sind dies Hunde, die in ihrer Jugendzeit nicht ausreichend
sozialisiert wurden, schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht
haben oder auch Hunde, die von ihrem Besitzer übermäßig behütet werden. Der "Rowdy",
der immer in eine Rauferei verwickelt ist, fühlt sich besonders stark,
wenn der Besitzer in der Nähe ist. Viele Raufbolde verlässt der Mut,
wenn sie von der Leine gelassen werden und plötzlich frei laufend dem
Artgenossen gegenüber stehen. Sollte es einmal zu einer kämpferischen
Auseinandersetzung kommen, versuchen Sie bitte niemals Hunde zu trennen.
Im Eifer des Gefechts ist auch schon der Hundehalter vom eigenen Hund
gebissen worden. Mancher Hund hat einen erklärten Intimfeind, den er im
wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen kann. In diesem Fall sollten
Sie einer Begegnung der beiden aus dem Weg gehen. Für die
soziale "Kompetenz" Ihres Hundes ist nicht nur eine intakte, von
Vertrauen geprägte Mensch-Tier-Beziehung unerlässlich, sondern auch der
regelmäßige Kontakt zu Artgenossen.
Spielstunden in Hundeschulen wie auch regelmäßige Spaziergänge mit
anderen Hundehaltern machen Spaß und bieten Ihrem Hund die Möglichkeit,
Kontakt zu anderen Hunden zu haben und Problemsituationen spielerisch
zu üben.
Quelle: Tierpsychologie.at
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