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Ist Schwanzwedeln immer ein Zeichen von Freude ?
Irrtümer beim Beurteilen des tierischen Verhaltens
Legenden, Missverständnisse und Vorurteile sind unter Menschen weit verbreitet
und machen auch nicht vor unseren Haustieren Halt. So bestehen einige populäre Irrtümer über das Verhalten von Hunden, die teilweise verhängnisvolle Folgen haben können.
Freundliche Hunde wedeln mit dem Schwanz
Viele Hundefreunde sind hartnäckig
davon überzeugt, dass ein wedelnder Hund die freundliche Kontaktaufnahme mit
seinem Gegenüber anstrebt und nichts Böses im Sinn hat. Für ein harmonisches
Miteinander zwischen Mensch und Tier sollten beide Seiten ein fundiertes
Grundwissen über die Sprache des anderen haben. Hunde meistern dies perfekt und
verstehen unsere Art zu kommunizieren, doch meistens hat der Mensch nicht
ausreichend "hündisch" gelernt. Und nur wenn Mimik und Gestik, begleitet von
Lautäußerungen, in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, kann eine korrekte
Aussage über die Absicht des Hundes getroffen werden. So ist das Schwanzwedeln
des Hundes nicht immer eine freundliche Ausdruckskomponente, sondern prinzipiell
ein Zeichen von Erregung. Hunde wedeln in verschiedenen Situationen, wie beim
Verteidigen des Grundstücks am Zaun, bei der Begrüßung, beim Imponieren. Der
Hund signalisiert, dass er je nach Situation zu handeln bereit ist und dies muss
nicht immer freundlicher Natur sein.
Angst - bitte trösten
Auch Tiere haben
Ängste, besonders, wenn sie in früher Jugend nicht ausreichend mit Umweltreizen,
wie Straßenlärm oder Geräuschen im menschlichen Haushalt konfrontiert wurden.
Hunde verfügen von Natur aus über einen wesentlich stärker ausgeprägten
Gehörsinn als der Mensch und so können Feuerwerke wie auch heftige
Sommergewitter eine große Lärmbelastung für sie darstellen. Während
einige Vierbeiner Lärm gelassen hinnehmen, zeigen viele Tiere ängstliches
Verhalten und verkriechen sich in einer dunklen Ecke der Wohnung. In diesem Fall
lassen Sie Ihr Tier gewähren. Auch wenn es schwer fällt, so darf ängstliches
Verhalten eines Tieres nicht durch Zuspruch, Streicheleinheiten oder die Gabe
von Leckerbissen belohnt werden. Grundsätzlich gilt: ängstliches Verhalten eines Hundes sollte ignoriert, nichtängstliches Verhalten in Problemsituationen
belohnt werden. Seien Sie also vorsichtig mit "Trösten", Sie könnten dadurch das
Gegenteil erreichen und Ihrem Hund zeigen, dass "Angst zu haben" belohnenswert
ist.
Das Verständnis zwischen Mensch und Tier ist nicht immer einfach,
aber mit Interesse an den Verhaltensweisen unserer vierbeinigen Gefährten,
lassen sich auch Sprachschwierigkeiten und Missverständnisse aus der Welt
schaffen.
Quelle: tierpsychologie.at
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