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Sie wollen sich einen Hund nehmen ...?
Vor ungefähr 14.000 Jahren begann
eine lange währende, treue Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Verpflichtet
uns dieses lange währende Zusammenleben des Menschen mit dem Hund nicht,
verantwortungsvoll für das körperliche und seelische Wohl unseres Hundes zu
sorgen? Sollte man daher nicht vor der Anschaffung eines Hundes überlegen, ob
man "hundefit" ist, um Enttäuschungen auf menschlicher und tierischer Ebene zu
vermeiden?
Ursprünglich waren der Mensch und
der wilde Stammvater des Hundes, der Wolf, natürliche Feinde im Konkurrenzkampf
um die Nahrung und somit ums Überleben. Die Ursache der Domestikation ist
unbekannt, jedoch geht man davon aus, dass Wölfe vereinzelt auch zur Nahrung
der damaligen Menschen, die als Jäger und Sammler lebten, gehört haben. Die
verwaisten jungen Wölfe suchten Anschluss und konnten sich aufgrund ihres
ausgeprägten Sozialverhaltens schnell dem Menschen wie auch veränderten
Umweltbedingungen anpassen. Die Menschen profitierten von den vielen nützlichen
Eigenschaften des Wolfes, wie Intelligenz, Lernfähigkeit, Geduldigkeit beim
Auflauern, Schnelligkeit und Wendigkeit beim Stellen der Beute sowie
Bereitschaft zur Verteidigung des Wohnbereiches. Jeder Hund besitzt noch fast
alle Verhaltensformen seiner Vorfahren, der Wölfe, sofern er nicht aus einer
Qualzucht stammt oder durch falsche Behandlung beziehungsweise nicht
artgerechte Lebensbedingungen Verhaltensprobleme oder –störungen aufgetreten
sind.
Bis heute entstanden durch
künstliche Selektion durch den Menschen ca. 400 unterschiedliche Rassen. Manche
Rassehunde wurden für spezielle Aufgaben im Dienste des Menschen gezüchtet, wie
Jagdhunde oder Hütehunde. Wenn wir die heutigen Lebensumstände vieler Hunde
betrachten, dann stellt sich die Frage: Wie viele Hunde dürfen in unserer
menschlichen Welt noch ihren ursprünglichen Aufgaben nachkommen und werden
entsprechend ihren Bedürfnissen gehalten?
Eine
sehr beliebte Rasse ist der Labrador, der als ausserordentlich intelligentes
Tier gilt, über einen ausgeprägten Arbeitswillen verfügt und mit Freude ihm
gestellte Aufgaben erfüllt. Ein angeborener Apportiertrieb, aussergewöhnliche
Wasserfreude, Ausdauer und ein ausgezeichneter Spürsinn zeichnen diese Rasse
zudem aus. Ist sich jeder zukünftige Besitzer eines Labradors auch der
Bedürfnisse dieser Rasse bewusst? Passt der von Ihnen ausgewählte Hund in Ihr
Lebensumfeld? Ein körperlich und geistig unterbeschäftigter Hund wird sich in Eigenregie
ein Betätigungsfeld aussuchen, welches auch die Zerstörung von Gegenständen,
Wohnung und Garten bedeuten kann.
Die Aufnahme eines Hundes sollte
immer wohl überlegt sein. Es gibt zu viele Hunde in Tierheimen, deren Besitzer
sich ihrer Verantwortung entledigt haben. Erstellen Sie eine Liste Ihrer
Erwartungen, die Sie an Ihren zukünftigen Gefährten auf vier Pfoten stellen!
Wenn Sie wissen, was Sie von einem Hund erwarten, kann für Sie das Tier
gefunden werden, das optimal zu Ihnen passt und Enttäuschungen für Mensch und
Hund können vermieden werden.
Ob Sie sich nun für einen
Rassehund, Mischling, einen Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim entscheiden,
Sie sollten Ihrem vierbeinigen Freund ein artgerechtes Umfeld bieten und in der
Lage sein, die Körpersprache und die Verhaltensweisen Ihres Hundes richtig zu
interpretieren, auf diese zu reagieren und den Hund zu "führen".
Leider werden zukünftige
Tierhalter oft in der Auswahl ihres zukünftigen Gefährten, aber auch in
Erziehungs- und Verhaltensfragen falsch beraten. Bei allen Fragen rund um
Tierhaltung, Erziehung und Verhalten sollten Sie die Hilfe eines
wissenschaftlich ausgebildeten Tierpsychologen in Anspruch nehmen! Bei
gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an den Tierarzt Ihres Vertrauens!
Was Sie vor der Anschaffung Ihres Hundes bedenken
sollten und ob auch Sie "hundefit" sind, können Sie überprüfen
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