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Übergewicht beim Hund - Zeit für eine Diät
Jeder dritte Hund leidet heutzutage an Übergewicht. Ursache dafür ist meistens falsche
Ernährung. Das Zuviel auf den Rippen ist - wie beim Menschen - nicht nur ein
Schönheitsfehler, sondern beeinträchtigt auch das Wohlbefinden und die
Gesundheit der Tiere.
Zu viel oder ungeeignetes Futter sowie ein Zuviel an Leckerlis (wer
kennt nicht
die treuherzigen Bettelblicke, die jeden einzelnen Bissen bis tief in
den Magen verfolgen) führt dazu, dass das Tier mehr Energie
aufnimmt, als der Körper verbraucht. Und das wird in Form von Fett
gespeichert.
Das kommt wohl den meisten von uns ebenfalls bekannt vor!
Hat mein Tier Übergewicht?
Wie erkennt man nun, ob der vierbeinige Hausgenosse "zu viel auf die Waage
bringt"? Ganz einfach: Wenn die Rippen beim Streicheln über den Brustkorb
nicht mehr zu fühlen sind, dann ist Abspecken angesagt. Aber auch, wenn die
Bewegungsfreude Ihres Tieres abnimmt oder das Tier schnell außer Atem kommt,
sind meist überflüssige Kilos die Ursache.
Übergewichtige Tiere neigen öfter zu Erkrankungen, ihre Lebenserwartung kann
sich entsprechend verkürzen. Das Zuviel auf den Rippen bedeutet eine
zusätzliche Belastung für Knochen und Gelenke und kann außerdem zu schweren
Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf- und Leberkrankheiten, aber auch
Bandscheibenprobleme und Hüftgelenksveränderungen) führen.
So wiegen Sie Ihr Tier
Die wenigsten Hunde bleiben ruhig auf einer Waage stehen. Da hilft
folgender Trick: Stellen Sie sich zunächst ohne Tier auf die Waage, dann mit
dem Tier auf dem Arm, oder holen Sie das Tier zu sich auf die Waage. Die
Differenz der angezeigten Kilos entspricht dem Gewicht Ihres Vierbeiners.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Normalgewicht einiger Rassen (wobei die
jeweilige Rasse stellvertretend für andere Hunde derselben Größe und
Statur gelten kann).
Hunderasse (Durchschnitts-Gewicht in kg)
- Yorkshire Terrier 2,5
- 3,2
- Zwergdackel 3,5 - 4,0
- Zwergpudel 5,0 - 5,2
- Langhaardackel 8,6 -
9,0
- Deutscher Schäferhund
32,0 - 34,0
- Golden Retriever 28,0
- 35,0
Was Sie sonst noch tun können
Steigern Sie die Bewegung Ihres Vierbeiners - gehen Sie mit Ihrem Hund öfter
und länger spazieren als bisher. Walken oder joggen Sie mit ihm - das tut
Mensch und Tier gut, und zu zweit macht's auch richtig Spaß. Im Zweifelsfall
fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, welches Maß an Bewegung für
Ihren Vierbeiner angebracht ist.
Teilen Sie die Futterration der Abmagerungsdiät in drei Teile und füttern Sie
das auf Diät gesetzte Tier zwei- bis dreimal täglich zu regelmäßigen Zeiten,
und nicht gemeinsam mit anderen Heimtieren (schon gar nicht, wenn diese nicht
auf Diät sind).
Bleiben Sie stark, wenn Ihr Liebling hungrig zu sein scheint oder Sie anbettelt
(und das wird er sicher tun!). Lenken Sie das Tier durch ein fröhliches Spiel
ab oder schenken Sie ihm eine Extraportion Streicheleinheiten oder Fellpflege.
Wiegen Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig und tragen Sie das Gewicht zur Kontrolle
auf einer Tabelle ein, damit Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt beim nächsten
Besuch den Verlauf der Gewichtsreduktion kontrollieren kann.
Das Ergebnis: gesund und fit!
Geschafft! Wenn Sie diese Tipps befolgen, haben Sie bald wieder einen gesunden,
munteren und schlanken Hund an Ihrer Seite. Damit das auch
so bleibt, machen Sie auch weiterhin ausreichend Bewegung mit Ihrem Tier und
füttern Sie es mit hochwertiger Markennahrung (oder speziellen
"Light"-Produkten). Achten Sie auf die Produktbeschreibungen - Sie
finden für jeden Bedarf das richtige Futter in der richtigen Zusammensetzung:
für junge, heranwachsende und alte Tiere, bewegungsfreudige und -faule Tiere,
Arbeitshunde, kranke Tiere etc.
Quelle: Institut
für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT)
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